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„Super Gepard, supergeil“: Ukraine bastelt Edeka-Werbung für mehr Waffen aus Deutschland um

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Von: Kai Hartwig

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Die Hoffnungen der Ukraine auf Panzerlieferungen aus Deutschland bestehen weiter. Eine umgebaute Edeka-Werbung soll die Bundesregierung um Kanzler Scholz nun umstimmen.

Kiew – Trotz des furchtbaren Alltags im Ukraine-Krieg hat das von Russland angegriffene Land seinen Humor nicht verloren. Das ukrainische Verteidigungsministerium postete am Mittwoch (2. November) auf Twitter ein Video. Darin wird in etwas abgewandelter Form der Hit „Supergeil“ von „The Tourist feat. Friedrich Liechtenstein“ gespielt – und die Bitte um Panzerlieferungen aus Deutschland bekräftigt, wie auch merkur.de berichtet.

Ukraine postet humorvolles Video mit der Bitte um Panzerlieferungen aus Deutschland

Der Videoclip zeigt Szenen mit Künstler Liechtenstein sowie Fotos der bereits von der Bundesrepublik gelieferten Flugabwehrwaffen Gepard und Iris-T. In Anlehnung an den Songtext von „Supergeil“ werden diese als „Super Gepard“ und „Super Iris“ bezeichnet. Mit den beiden Waffen habe die Ukraine schon eine „Super Defense“ (Super Verteidigung), heißt es in dem Video. Das scheint dem ukrainischen Verteidigungsministerium aber noch nicht zu reichen.

Im weiteren Verlauf des Videos sieht man Szenen, in denen der „Super Leopard“ zum Einsatz kommt. Mit einem anschließenden „Super Please“ untermauert der Clip das Begehren der Ukraine, deutsche Panzerlieferungen zu erhalten. Am Ende des Clips sind die Worte „Dankeschön Deutschland“ zu lesen.

Zu seinem Video-Post schrieb das Verteidigungsministerium der Ukraine: „Jede Freundschaft erreicht den unvermeidlichen Moment des ‚Feuerwerks‘.“ Darunter waren die Flaggen der Ukraine und Deutschlands zu sehen sowie zwei einander schüttelnde Hände.

Kanzler Scholz lehnt bislang Lieferungen der Panzer Leopard und Marder an die Ukraine ab

Ob sich die Bundesregierung durch das humorvolle Video des ukrainischen Verteidigungsministeriums dazu bewegen lässt, ihr bisheriges Nein zu Lieferungen moderner Panzer zu überdenken, ist fraglich. Noch lehnen Bundeskanzler Olaf Scholz und sein Kabinett die Lieferung von Kampfpanzern des Typs Leopard und Schützenpanzern des Typs Marder ab. Als Begründung für diese Haltung nannte die deutsche Regierung den Umstand, dass die Ukraine auch von keinem anderen Partner ähnlich moderne westliche Panzer erhalte.

Ein Kampfpanzer Leopard 2 auf einem Übungsfeld
Ein Kampfpanzer Leopard 2 auf einem Übungsfeld. Die Ukraine bittet Deutschland schon länger um Lieferungen dieses Panzers. © Christophe Gateau/dpa

Mit Panzern der Typen Leonard und Marder erhofft sich das Land von Präsident Wolodymyr Selenskyj eine größere militärische Schlagkraft, um die von Russland besetzten Gebiete leichter befreien zu können. Die ukrainische Führung in Kiew baut immer wieder auf die Wirkung sozialer Medien, um international Hilfe und Aufmerksamkeit zu bekommen. Dabei werden die veröffentlichten Memes und Videoschnipsel zumeist trotz der ernsten Kriegslage humorvoll gestaltet.

Das Video „Supergeil“ war ursprünglich als Teil einer Werbekampagne der Supermarktkette Edeka bekannt geworden. Darin zeigte Friedrich Liechtenstein in zahlreichen Alltagssituationen auf, wie sich die Edeka-Produkte in diese einfügen ließen. (kh)

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