1. tz
  2. Politik

Viele Tote bei Hubschrauberabsturz nahe Kiew: Ukrainischer Innenminister stirbt auf dem Weg zu Krisenherd

Erstellt:

Von: Franziska Schwarz

Kommentare

Der ukrainische Innenminister Denys Monastyrskyj ist tot. Er starb laut Polizei bei einem Hubschrauberabsturz.

Update vom 18. Januar, 14.09 Uhr: Kanzler Olaf Scholz (SPD) spricht von einem „traurigen Tag“ für die Ukraine: Der Hubschrauberabsturz zeige erneut „den immensen Tribut, den die Ukraine in diesem Krieg zahlt“, twitterte der SPD-Politiker. „Unsere Gedanken sind an diesem traurigen Tag bei den Angehörigen der Opfer und den Verletzten“ sowie beim ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, „der heute seinen Innenminister verloren hat“, fügte er hinzu.

Update vom 18. Januar, 13.36 Uhr: Berlin will Kiew bei der Klärung des Hubschrauberabsturzes mit vielen Toten helfen. Innenministerin Nancy Faeser teilte in Berlin mit, sie habe dies dem ukrainische Botschafter Oleksii Makeiev in einem Telefonat angeboten. In dem Gespräch habe sie auch ihre „tief empfundene Anteilnahme ausgedrückt“, sagte die SPD-Politikerin.

Faeser bezeichnete es als „schrecklich, dass auch Kinder gestorben sind und verletzt wurden“. Sie habe mit dem Tod des ukrainischen Innenministers Denys Monastyrskyj „einen engen Partner verloren“, erklärte Faeser. Sie seien seit Beginn des Ukraine-Kriegs in „gutem, engen Kontakt“ gewesen.

Merz reagiert mit Bestürzung auf Tod des ukrainischen Innenministers

Bildmontage: Der bei einem Hubschrauberabsturz gestorbene ukrainische Denys Monastyrsky sowie ein Foto des Ort des Unglücks
Der ukrainische Innenminister Denys Monastyrsky ist bei einem Hubschrauberabsturz getötet worden. © Sergei Supinsky/afp (Montage)

Update vom 18. Januar, 11.38 Uhr: Friedrich Merz hat mit „großer Bestürzung“ auf den Hubschrauberabsturz mit vielen Toten in der Ukraine reagiert. „Das ist für die Ukraine gerade in der jetzigen Situation dieses Landes eine große Tragödie“, sagte der CDU-Chef vor Journalisten in Berlin. „Unser tief empfundenes Beileid gehört den Familien und den Angehörigen, aber auch dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj, dem ich auch schon mein Beileid ausgedrückt habe, und dem ganzen ukrainischen Volk.“

Betroffenheit und Trauer herrschte auch unter den EU-Spitzen. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sprach den Familien der Opfer, dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj sowie der gesamten Ukraine ihr tiefes Beileid aus. „Wir trauern mit Ihnen“, twitterte sie. Ähnlich äußerte sich EU-Ratschef Charles Michel. Monastyrskyj sei ein guter Freund der EU gewesen.

Viele Tote bei Hubschrauberabsturz nahe Kiew: Ukrainischer Innenminister stirbt auf dem Weg zu Krisenherd

Erstmeldung vom 18. Januar: Kiew – Bei einem Hubschrauberabsturz nahe Kiew ist der ukrainische Innenminister Denys Monastyrskyj gestorben. Insgesamt gebe es mindestens 16 Todesopfer, erklärte der Chef der ukrainischen Nationalpolizei, Igor Klymenko, am Mittwoch (18. Januar). Unter den Todesopfern seien auch der Vize-Innenminister Jehwhenij Jenin, ein Staatssekretär sowie zwei Kinder.

Ukrainischer Innenminister tot: Hubschrauber war auf dem Weg zu Krisenherd

Laut Klymenko handelte es sich bei dem Absturz nach bisherigen Erkenntnissen um einen Unfall. Monastyrsyj war in dem Helikopter auf dem Weg zu einem Kriegskrisenherd gewesen, teilte der BBC zufolge der Vizechef des ukrainischen Präsidialamts, Kyrylo Timoschenko mit.

Ukrainischer Innenminister stirbt bei Hubschrauberabsturz: Unglück nahe Kindergarten bei Kiew

Dem zuständigen Regionalgouverneur Oleksij Kuleba zufolge ereignete sich das Unglück nahe einem Kindergarten in Browary. In dem Gebäude befanden sich zum Zeitpunkt des Absturzes betreute Kinder und Angestellte.

22 Menschen, darunter zehn Kinder, wurden offiziellen Informationen zufolge zudem in Krankenhäuser eingeliefert, Rettungskräfte und Polizisten seien am Ort des Geschehens im Einsatz, hieß es.

Video zeigt großflächigen Brand nach Hubschrauberabsturz nahe Kiew

Auf in Online-Netzwerken verbreiteten Videos von der Absturzstelle war ein großflächiger Brand zu sehen. Zu der möglichen Ursache des Absturzes wurden zunächst keine Angaben veröffentlicht. Die abgestürzte Maschine gehörte laut einem Sprecher der ukrainischen Luftwaffe zum Notfalldienst der Regierung in Kiew und lag somit im Verantwortungsbereich des Innenministeriums.

Die Stadt Browary liegt rund 20 Kilometer vom Stadtzentrum Kiews entfernt. In den ersten Tagen des Ukraine-Kriegs hatte es in der Stadt heftige Kämpfe zwischen russischen und ukrainischen Kräften gegeben. (dpa/AFP/frs)

Auch interessant

Kommentare