Bürger haben wenig Interesse an NSU-Prozess

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Die Bundesbürger haben laut einer Umfrage nur geringes Interesse am Prozess gegen Beate Zschäpe

München - Anders als die Medien finden die Bundesbürger den Prozess gegen die Neonazi-Terrorgruppe NSU nur mäßig spannend.

In einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins „Stern“ gaben nur 36 Prozent an, sie interessierten sich für die Hauptverhandlung gegen Beate Zschäpe und vier mutmaßliche Helfer, die nächste Woche in München beginnt. 39 Prozent interessieren sich bestenfalls etwas, 24 Prozent nur wenig oder überhaupt nicht. In der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen interessieren sich 31 Prozent kaum oder gar nicht für den Prozess.

Polizei rüstet sich

Die Münchner Polizei hat eine Woche vor Beginn des Prozesses um die Neonazi-Terrorzelle NSU keine Erkenntnisse über eine Gefährdung durch Extremisten jeglicher Lager. Derzeit gebe es keine Anhaltspunkte für Aktionen, sagte Polizeivizepräsident Robert Kopp am Dienstag. Die Sicherheitsvorkehrungen zum Prozessbeginn am 17. April würden noch vorbereitet. Derzeit seien an dem Tag sieben Kundgebungen geplant. Für den Transport der Hauptangeklagten Beate Zschäpe und ihres mutmaßlichen Helfers Ralf Wohlleben vom Gefängnis Stadelheim zum Justizzentrum würden jedenfalls nicht längere Zeit Straßen gesperrt. „Wir werden das eher geräuschlos machen.“

Alle Infos zum NSU-Prozess in München.

dpa

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