Umfrage: FDP jetzt unter zehn Prozent

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Die Partei von Bundesaußenminister Guido Westerwelle verliert in der Wählergunst.

Hamburg - Die Grünen legen nach einer Umfrage in der Wählergunst weiter zu, die FDP verliert an Zustimmung. Im “Stern-RTL-Wahltrend“ des Forsa-Instituts sank die Partei im Vergleich zur Vorwoche um 2 Punkte auf 9 Prozent.

Seit der Bundestagswahl vor vier Monaten, als sie 14,6 Prozent der Stimmen holten, haben die Liberalen damit mehr als 5 Prozentpunkte verloren.

Forsa-Chef Manfred Güllner sagte dem “Stern“, ein Teil der FDP- Abwanderer sei zur Union zurückgekehrt, ein anderer Teil in die Wahlenthaltung gegangen.

Zwischenzeitlich war die Millionen-Spende eines Hotelunternehmers an die FDP bekanntgeworden. Der Partei wurde von politischen Gegnern der Verdacht der Käuflichkeit vorgehalten. 

Die Grünen legen erneut einen Punkt zu und erreichen mit 16 Prozent einen neuen Zustimmungsrekord.

Der Zulauf zu den Grünen stamme überwiegend aus dem großen Reservoir der enttäuschten ehemaligen SPD-Wähler.

Die Union verbesserte sich um einen Punkt auf 36 Prozent. Keine Veränderung gab es für die SPD, die bei 21 Prozent verharrt. Die Linke liegt in der Umfrage, die vor der Rücktrittsankündigung ihres Parteichefs Oskar Lafontaine durchgeführt wurde, stabil bei 11 Prozent.

Für “sonstige Parteien“ wollen 7 Prozent der Wähler stimmen. Gemeinsam liegen Union und FDP mit 45 Prozent nunmehr 3 Punkte hinter SPD, Grünen und Linken (zusammen 48 Prozent). Forsa hatte vom 18. bis 22. Januar 2500 Bundesbürger befragt. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten.

dpa

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