Umfrage: Rot-Grün in BW immer klarer vorn

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Die persönlichen Werte von CDU-Regierungschef Stefan Mappus befinden sich im Sinkflug.

Stuttgart - Vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg an diesem Sonntag deutet immer mehr auf einen historischen Machtwechsel nach knapp 58 Jahren CDU-Dominanz hin.

Kurz vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg verliert die CDU/FDP-Koalition nach einer aktuellen Umfrage weiter an Zustimmung. Einer Befragung für “stern.de“ und RTL zufolge kommt Schwarz-Gelb im Südwesten nur noch auf 43 Prozent. Rot-Grün liegt bei 48 Prozent. Die Linke erreicht 4 Prozent und käme damit nicht in den Landtag. Meinungsforscher machen vor allem die Atom-Katastrophe in Japan für den erneuten Höhenflug der Grünen verantwortlich. Zudem befinden sich die persönlichen Werte von CDU-Regierungschef Stefan Mappus im Sinkflug.

Nach der am Donnerstag veröffentlichten Forsa-Umfrage muss der seit gut einem Jahr regierende Ministerpräsident Mappus ernsthaft um sein Amt bangen. Denn die CDU kommt auf 38 Prozent, die FDP auf 5 Prozent. Damit müssen die seit 1996 im Südwesten mitregierenden Liberalen befürchten, erstmals den Sprung in den Landtag zu verpassen. Grüne und SPD, die gemeinsam das schwarz-gelbe Bündnis von der Macht ablösen wollen, kommen auf je 24 Prozent. Als wichtigstes Thema für ihre Entscheidung bei der Wahl an diesem Sonntag sehen 49 Prozent und damit die meisten Befragten die “Art und Weise der Energieversorgung“.

Anfang des Monats hatten nur 33 Prozent diese Meinung geäußert. Gefragt danach, was das “wichtigste Problem“ für Baden-Württemberg sei, nannten 44 Prozent die Energiepolitik und 30 Prozent das umstrittene Milliarden-Bahnprojekt Stuttgart 21 mit dem geplanten Umbau des Kopfbahnhofs zu einer unterirdischen Durchgangsstation. Nur noch 27 Prozent der Befragten sind mit Mappus' Arbeit “zufrieden“, 27 Prozent haben keine klare Meinung, aber 41 Prozent sind “weniger oder gar nicht zufrieden“ mit dem Regierungs- und CDU-Parteichef.

Bei den CDU-Anhängern liegt der Zufriedenheitswert bei 60 Prozent. Im Vergleich mit seinen Herausforderern liegt der Amtsinhaber allerdings noch knapp vorn: Könnten die Bürger den Ministerpräsidenten direkt wählen, käme Mappus auf 25 Prozent, der SPD-Landesvorsitzende Nils Schmid auf 22 und Grünen-Fraktionschef Winfried Kretschmann auf 20 Prozent. Am Donnerstagabend wollten die Spitzenkandidaten der vier Landtagsparteien sowie der Linken im SWR-Fernsehen diskutieren.

dpa

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