Fast so schlecht wie 2008

Umfrage-Schock für die CSU in Bayern

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Die CSU um Parteichef Horst Seehofer ist weit von ihrer alten Stärke entfernt, von einer absoluten Mehrheit können die Christsozialen nach einer neuen Umfrage nur träumen.

München - Die CSU ist weit von ihrer alten Stärke entfernt, von einer absoluten Mehrheit können die Christsozialen nach einer neuen Umfrage nur träumen. Die Piraten sind hingegen im Aufwind.

Die CSU ist nach einer neuen Umfrage in etwa wieder auf den Stand der Landtagswahl 2008 abgerutscht. Wie das Magazin “Focus“ berichtet, kommen die Christsozialen bei der Sonntagsfrage auf rund 44 Prozent - bei der vergangenen Landtagswahl hatten sie 43,4 Prozent erzielt. Im März hatte die CSU bei einer ebenfalls vom Meinungsforschungsinstitut Emnid erstellten Umfrage noch bei 46 Prozent gelegen.

Seehofers Facebook-Party in Bildern

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Eine mögliche Koalition von SPD, Grünen und Freien Wählern (FW) könnte allerdings weiterhin nicht mit einer Mehrheit in Bayern rechnen - sie käme unverändert zusammen auf 41 Prozent. Die Sozialdemokraten verbessern sich nach der aktuellen Umfrage gegenüber der März-Erhebung zwar um zwei Punkte auf 22 Prozent, die Grünen liegen aber weiterhin bei 13 Prozent und das FW-Kästchen würden nun nur noch 6 Prozent der Wähler ankreuzen - vor drei Monaten waren dies noch 8 Prozent.

Zünglein an der Waage bei einer Regierungsbildung könnte wegen der Patt-Situation zwischen CSU einerseits und dem denkbaren Dreier-Bündnis andererseits die Piratenpartei sein, die sich auf 7 Prozent verbessert hat (März: 5 Prozent). Der aktuelle Koalitionspartner der CSU kann hingegen weiter nicht auf einen Wiedereinzug ins Maximilianeum hoffen: Die FDP verbessert sich zwar leicht von 2 auf 3 Prozent, würde aber noch immer deutlich an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Die Linke spielt nach der Umfrage im Freistaat keine Rolle (1 Prozent).

In Bayern wird im Herbst kommenden Jahres ein neuer Landtag gewählt. Das Institut TNS Emnid hatte für den “Focus“ am 20. und 21. Juni insgesamt 1000 repräsentativ ausgewählte Bürger im Freistaat befragt.

dpa

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