Aus für umstrittenen Zukunftsrat gefordert

München - Wegen des umstrittenen Zukunftsrat-Gutachtens zur Entwicklung des Freistaats fordern nun Politiker aus Koalition und Opposition die Absetzung des Gremiums.

Der Schaden sei “so groß, dass er am besten durch die sofortige Auflösung des Zukunftsrats gemildert oder beseitigt werden könnte“, sagte der Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im Landtag, Erwin Huber (CSU), dem “Münchner Merkur“ (Freitag).

SPD-Landtagsfraktionschef Markus Rinderspacher forderte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) am Freitag direkt auf, den Zukunftsrat sofort abzusetzen, und kündigte hierzu einen entsprechenden SPD-Antrag im Landtag an. “Die vorgesehenen 160 000 Euro im Doppelhaushalt für die Beratung des Ministerpräsidenten durch den Zukunftsrat sind eine Fehlinvestition“, kritisierte er.

Der Zukunftsrat empfiehlt der Staatsregierung in der umstrittenen Studie, außer der Landeshauptstadt München auch andere bayerische Großstädte zu “Leistungszentren“ auszubauen. Ländliche Regionen in Niederbayern, Ober- und Unterfranken sollen hingegen davon abgekoppelt werden. Gebiete in Oberfranken könnten sich stattdessen nach Sachsen, der Raum Passau nach Österreich orientieren.

dpa

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