UN-Treffen zur Hungerkrise in Rom gestartet

Rom - Experten und Politiker haben am Montag in Rom unter Führung der Vereinten Nationen begonnen, über Auswege aus der Hungerkatastrophe in Ostafrika zu beraten.

Bei der Konferenz der UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) sollte nicht nur humanitäre Soforthilfe, sondern vor allem auch die langfristige Vorbeugung im Vordergrund stehen, um die stets von Hungersnot bedrohten Regionen am Horn von Afrika besser zu schützen.

“Eine Kombination aus sofortiger humanitärer Hilfe, aber auch strategischer Mittel- und Langzeitinvestitionen in das Risikomanagement, um die Nahrungsmittelsicherheit jetzt und in Zukunft zu sichern, ist dringend notwendig“, hieß es in einem vorab veröffentlichten Papier der FAO. Verantwortlich für die Hungersnot in Ostafrika sei nicht nur die schwere Dürre, die in Dschibuti, Äthiopien, Kenia, Somalia und Uganda rund zwölf Millionen Menschen betreffe. Auch politische Konflikte und hohe Preise spielten eine Rolle.

An dem Treffen wollten unter anderem der französische Landwirtschaftsminister Bruno Le Maire, der scheidende FAO-Direktor Jacques Diouf, die Direktorin des Welternährungsprogramms (WFP) Josette Sheeran und die Direktorin der Hilfsorganisation Oxfam in Großbritannien, Barbara Stocking, teilnehmen. Frankreich, das die diesjährige G8- und G20-Präsidentschaft innehat, hatte das römische Treffen angeregt.

Nach der schlimmsten Dürre seit 60 Jahren ist am Horn von Afrika eine verheerende Hungersnot ausgebrochen. Besonders prekär ist die Situation in Somalia, aber auch die Nachbarländer Äthiopien und Kenia sind betroffen. Zehntausende Menschen starben in den Krisenregionen bereits. Mindestens 120 Millionen Dollar (rund 83,5 Millionen Euro) sind laut FAO notwendig, um landwirtschaftliche Soforthilfe zu leisten.

dpa

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