"Kein Anlass, das geltende Recht zu ändern"

Union: Keine Adoptionen für Homo-Ehen

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Die Union lehnt die Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften bei Adoptionen ab

Stuttgart - Die Union lehnt den FDP-Vorstoß für eine völlige Gleichstellung homosexueller Paare im Adoptionsrecht strikt ab.

“Für uns besteht kein Anlass, das geltende Adoptionsrecht anzutasten“, sagte die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Bundestag, Gerda Hasselfeldt, den “Stuttgarter Nachrichten“ (Freitagausgabe) zu einer Forderung von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP). Auch der Vorsitzende des Innenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU), betonte, für die Union sei dies nicht akzeptabel.

“Wir sind der festen Überzeugung, dass Kinder am besten in einer Familie mit Vater und Mutter aufgehoben sind. In dieser Frage hat allein das Kindeswohl im Vordergrund zu stehen, nicht die Selbstverwirklichung von Lesben und Schwulen“, sagte Bosbach. Der CDU-Familienpolitiker Markus Grübel, sagte der Zeitung, über das volle Adoptionsrecht für homosexuelle Paare könne man “in Hinblick auf das Kindeswohl erst dann diskutieren, wenn es deutlich mehr adoptionswillige Kinder als adoptionsbereite heterosexuelle Eltern gäbe“. Es gebe aber viel mehr adoptionswillige Eltern als Kinder.

dapd

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