Krisengebiet umfliegen

US-Fluglinien dürfen nicht über Syrien fliegen

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Ein Flugzeug der American Airlines.

Washington - Wegen der gravierenden potentiellen Bedrohung dürfen US-Fluggesellschaften den Luftraum über Syrien nicht mehr nutzen. Die Angst vor Flugabwehrraketen ist zu groß.

Zivile Fluggesellschaften aus den USA dürfen bis auf Weiteres nicht den syrischen Luftraum durchfliegen. Die US-Luftfahrtbehörde Federal Aviation Administration (FAA) begründete ihr Verbot am Montag mit neuen Erkenntnissen zu "gravierenden potenziellen Bedrohungen" durch den Bürgerkrieg in Syrien. Die Lufthansa umfliegt das Krisengebiet schon seit Längerem.

Einige der bewaffneten Extremistengruppen in Syrien seien im Besitz von Flugabwehrwaffen, mit denen schon syrische Militärmaschinen abgeschossen worden seien, teilte die FAA mit. Am 8. August hatte die Behörde bereits die Flüge im Luftraum über dem Irak verboten.

Die Lufthansa meidet die Krisengebiete eigenen Angaben zufolge ebenfalls. "Die Lufthansa umfliegt schon seit über einem Jahr den syrischen Luftraum", sagte eine Sprecherin der größten deutschen Fluggesellschaft am Dienstag. Auch die Krisengebiete im Irak und in der Ostukraine meide die Airline bis auf Weiteres.

An dem seit mehr als drei Jahren tobenden syrischen Bürgerkrieg ist inzwischen eine Vielzahl rivalisierender Gruppen beteiligt. So kämpfen die Dschihadisten des Islamischen Staats (IS) sowohl gegen Regierungstruppen als auch gegen die islamistische al-Nusra-Front und die Aufständischen. Diese Gruppen sind wiederum untereinander verfeindet. Schätzungen zufolge wurden in dem Krieg schon mehr als 170.000 Menschen getötet und mehrere Millionen in die Flucht getrieben.

AFP

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