US-Truppenabzug im Irak bis Ende 2011 

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Die im Irak stationierten US-Truppen sollen bis Ende 2011 abgezogen werden.

Bagdad - Den unter falschen Voraussetzungen begonnenen Krieg im Irak zu beenden, war eines der wichtigsten Wahlversprechen Barack Obamas. Ganz so schnell wie erhofft geht es allerdings nicht.

Statt 16 Monate nach Amtsantritt des neuen US-Präsidenten soll es nun drei Monate länger dauern, bis alle Kampfeinheiten abgezogen sind. Bis Ende 2011 soll die Militärpräsenz ganz beendet sein. Den Weg dorthin beschreibt ein amerikanisch-irakisches Sicherheitsabkommen.

Erster Schritt ist der Rückzug der US-Truppen aus den Städten am (morgigen) Dienstag. Nach dem 30. Juni sind die irakischen Streitkräfte und die Polizei selbst für die Sicherheit in städtischen Regionen verantwortlich. Einige der noch 130.000 US-Soldaten im Lande bleiben als Ausbilder und zum Schutz diplomatischer Einrichtungen in den Städten zurück. Die genaue Zahl war bis zuletzt noch strittig. Kampfeinsätze in ländlichen Gebieten werden fortgesetzt, doch nur noch mit Zustimmung der irakischen Regierung. Eine Rückkehr in die Städte bedürfte einer ausdrücklichen Bitte.

Bis Ende August 2010 sollen alle Kampfeinheiten abgezogen werden. Bis 31. Dezember 2011 ist die vollständige Beendigung der amerikanischen Militärpräsenz geplant. Gut sechs Jahre nach der US-geführten Invasion am 20. März 2003 sind im Irak bislang über 4.300 US-Soldaten und über 300 Soldaten alliierter Länder getötet worden, ebenso zehntausende Iraker. Gekostet hat der Krieg die USA nach Berechnungen des Kongresses bis zu diesem Frühjahr 657 Milliarden Dollar.

ap

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