Entscheidung naht

US-Wahl live: Biden manövriert sich in Probleme - und reagiert mit großen Worten

Joe Biden am 4. November bei einer Ansprache in Wilmington, Delaware.
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Joe Biden

Wer darf sich künftig im Weißen Haus einrichten? Amtsinhaber Donald Trump oder doch Herausforderer Joe Biden? Die US-Wahl 2020 im Live-Ticker.

  • Donald Trump wird bei der US-Wahl 2020 vom Demokraten Joe Biden herausgefordert.
  • Im Live-Ticker halten wir Sie über die Entwicklungen auf dem Laufenden.
  • Eine Trump-Rede sorgt für Wirbel (Update vom 7. November, 7 Uhr).
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Update vom 7. November, 5.00 Uhr: Nun tritt Joe Biden vor seine Anhänger. „Wir haben noch keine finale Erklärung eines Sieges“, stellt er klar. Aber die Zahlen seien eindeutig, der Wahlsieg stehe bevor. „Vor 24 Stunden waren wir in Pennsylvania hinten, jetzt liegen wir vorne“. Gleiches gelte für Georgia. Auch in Nevada und Arizona sei man auf Kurs eines Wahlsiegs.

Die Bevölkerung habe ihm und Kamala Harris ein klares Mandat gegeben, um einen Wandel einzuleiten und sich mit der Corona-Pandemie, der Wirtschaftskrise und der Versöhnung des Landes auseinanderzusetzen. „Das Volk hat gesprochen.“

„Wir wissen, dass die Spannungen, nach dieser harten Wahl groß sind“, betont Biden. Weiterhin gelte es, ruhig zu bleiben und den demokratischen Prozessen ihren Lauf zu lassen. Der Sinn der Politik sei nicht „Kriegsführung“, sondern Probleme zu lösen. „Wir können Gegenspieler sein, aber wir sind keine Feinde“, sagt Biden weiter. Es sei nun geboten, die Zeit der Dämonisierungen hinter sich zu lassen, eine Phase der Heilung müsse beginnen. „Erinnert euch, wer wir sind: Wir sind die Vereinigten Staaten von Amerika. Es gibt nichts, was wir nicht schaffen können.“

Update vom 7. November, 4.30 Uhr: Hat der nächste lange Wahlabend in den USA die Vorentscheidung gebracht? Donald Trump hat zwar weiter in Arizona aufgeholt - doch Joe Biden konnte den Vorsprung im für ihn bei einem Sieg wahlentscheidenden Bundesstaat Pennsylvania auf 27.000 Stimmen ausgebaut. Angesichts der stabilen Stimmenzuwächse könnte das für den Kandidaten der Demokraten de facto das Ticket ins Weiße Haus gewesen sein.

Fix ist weiterhin allerdings noch nichts. Und genau das könnte für Joe Biden zum Problem werden: Er hat noch für diese Stunden eine große Rede in seiner Heimat Delaware angekündigt. Geplant war sie für die „Prime Time“ - mittlerweile ist es an der US-Ostküste 22.30 Uhr. Zögert Biden, um eventuell doch noch eine Siegesrede halten zu können? Die Antwort wird es wohl bald geben.

Update vom 6. November, 21.30 Uhr: Die Anwälte der Republikaner von Pennsylvania fordern vom Obersten Gerichtshof eine Anordnung, dass nach dem 3. November per Post angekommene Briefwahlunterlagen nicht verarbeitet werden. Das berichtet CNN.

Der Außenminister von Pennsylvania hatte bereits verboten, die Stimmzettel vom 4. bis 6. November gemeinsam mit den Stimmzetteln vom Wahltag aufzubewahren. Bei eventuellen Rechtsstreitigkeiten könnte es anderenfalls zu Probleme kommen.

Update vom 6. November, 20.45 Uhr: Der wegen seiner langen Erfahrung als Wahlkampfexperte verehrte Mike Murphy hat bei Twitter eine Wahlniederlage für Trump vorhergesagt. Den aktuellen Stand der Ergebnisse in Arizona und Nevada sieht Murphy als Anzeichnen dafür, dass Biden gewinnen wird. „It‘s done“, twitterte er am Freitagabend.

In Georgia hat der Secretary of State, Brad Raffsperger, indes aufgrund des knappen Ergebnisses eine Neuauszählung der Stimmen angekündigt, sobald die Wahlhelfer alle Unterlagen verarbeitet haben. In Georgia müssen noch etwas mehr als 13.000 Stimmen ausgezählt werden.

Update vom 6. November, 17.16 Uhr: Aktuell führt Joe Biden in den entscheidenden Staaten: in Georgia mit 1586 Stimmen, in Pennsylvania mit 6802 Stimmen, in Nevada mit 11.438 Stimmen und in Arizona mit 43.779 Stimmen. Dabei schrumpfte sein Vorsprung in Arizona um rund 4000 Stimmen zu Freitagmittag. Die Zahlen kommen von CNN.

Update vom 6. November, 21:30 Uhr: Die Anwälte der Republikaner von Pennsylvania fordern den Obersten Gerichtshof auf, dem Staat zu verbieten, die nach dem Wahltag eingegangenen Stimmzettel zu zählen. Das berichtet CNN. Der Außenminister von Pennsylvania hatte bereits angeordnet, die Stimmzettel vom 4. bis 6. November getrennt zu verwahren, für den Fall dass es Rechtsstreitigkeiten geben wird.

US-Wahl: Biden liegt in Pennsylvania vor Trump

Update vom 6. November, 15.12 Uhr: Es gibt neue Zahlen aus dem womöglich wahlentscheidenden Bundesstaat Pennsylvania: Nach neuesten Angaben von CNN liegt nun der Demokrat Joe Biden mit 5587 Stimmen vor Donald Trump. Damit steht es 49,4 Prozent zu 49,3 Prozent. Doch es wird weiter ausgezählt. Für Trump ist der Zwischenstand folgenreich für seine nun anscheinend schwindenden Siegchancen, diesen Staat mit 20 Wahlleuten nicht für sich zu entscheiden. Das Problem für Trump: Wenn er Georgia und Pennsylvania verliert, kann er nach aktuellem Stand nicht mehr gewinnen.

Update vom 6. November, 13.43 Uhr: Am späten Abend (Ortszeit) sind vor einem Wahlzentrum im umkämpften Staat Pennsylvania zwei Männer festgenommen worden. Der Vorfall habe sich vor dem Convention Center in Philadelphia ereignet, wo immer noch Stimmen der US-Wahl ausgezählt werden. Zuvor soll es einen Hinweis gegeben haben, dass ein bewaffnete Gruppe auf dem Weg zum Wahlzentrum sei, berichtet etwa ein Reporter von CBS.

Update vom 6. November, 11.08 Uhr: Lange konnte Donald Trump seine Führung im Bundesstaat Georgia halten, doch mittlerweile ist sein Herausforderer Joe Biden laut CNN an ihm vorbeigezogen. Demnach führt Biden nun mit 917 Stimmen. Diese Zahl liegt jedoch noch in einem möglichen statistischen Fehlerbereich, deshalb ist das Rennen weiter eng, Stimmen werden weiter ausgezählt. Georgia hat traditionell eher republikanisch gewählt. Damit Donald Trump eine weitere Amtszeit antreten kann, ist es wichtig, dass er sich diese 16 Wahlleute sicher kann. Auch Pennsylvania ist wichtig für Trump, doch auch da schrumpft sein Vorsprung weiter. Es bleibt also weiter spannend, wie sich das Ergebnis entwickelt.

US-Wahl: Donald Trump tritt vor die Presse - „unehrlichste Rede, die er je gehalten hat“

Update vom 6. November, 07.00 Uhr: Diesen Auftritt wird man so schnell nicht vergessen. Donald Trump trat am Donnerstagabend gegen 18.45 Uhr Ortszeit (0.45 Uhr MEZ) wieder vor die Presse und tat das, was sein Sohn Donald Trump Jr. wohl die Eröffnung des „totalen Krieges“ rund um die Wahl nennen würde. Das hatte dieser von seinem Vater via Twitter noch vor der Rede gefordert.

„Sie wollen uns die Wahl stehlen“, warnte Trump erneut. Der 45. Präsident der Vereinigten Staaten schlug in seinem Statement mit Anschuldigungen um sich, die Beobachter der US-Politik fassungslos zurücklässt. CNN-Faktenchecker Daniel Dale sagte laut focus.de: „Ich habe alle Trump-Reden seit 2016 gelesen oder gehört. Das war die unehrlichste Rede, die er je gehalten hat.“

Als Trump einmal mehr von „illegalen Stimmen“ sprach, unterbrach der TV-Sender MSNBC schon nach wenigen Sekunden die Übertragung, um „den Präsidenten zu korrigieren“, wie es Moderator Brian Williams nannte: „Es gibt keine illegalen Stimmen.“ Offenbar zogen weitere US-Sender ebenfalls die Reißleine. Vermutlich wollten sie die unbelegten Betrugsvorwürfe dort nicht ohne weitere Einordnung senden.

Am Freitagmorgen (Stand: 7 Uhr) spitzte sich das Rennen um das Weiße Haus weiter zu. Trumps Vorsprung schrumpft in Georgia und Pennsylvania weiter. Biden liegt in Georgia laut CNN nur noch 1706 Stimmen zurück, in Pennsylvania sind es nur noch 22.576.

US-Wahl: Biden holt weiter auf - Entscheidung am Freitag?

Update vom 5. November, 20.15 Uhr: Die Endergebnisse aus Nevada lassen weiter auf sich warten. Wie Joe Gloria, Wahlleiter von Clark County, gegenüber der Presse erklärte, sollen so viele Stimmen und Briefwahlstimmen wie nie zuvor eingegangen sein. Zudem sei ein Verfahren zur Verhinderung von doppeltem Wählen, einmal per Briefwahl und dann noch einmal persönlich, an der Verzögerung Schuld. Auch die hohe Bevölkerungszahl im Clark County, das Las Vegas beinhaltet, ist ein Grund für die lange Dauer der Auszählung. Zwar verläuft die Auszählung reibungslos, doch laut Wahlleiter Gloria könnte der Vorgang noch bis Samstag, wenn nicht sogar Sonntag andauern.

US Wahl: Trump fordert sofortige Einstellung der Stimmenauszählung und verklagt - erster Staat erteilt Absage

Parallel versucht Donald Trump in mehreren Staaten gerichtlich gegen eine weitere Auszählung der Stimmen vorzugehen. Die erste Klage wurde nun vom US-Staat Michigan abgewiesen. Trumps Wahlkampfteam forderte den sofortigen Abbruch der Stimmenauszählung, sollte es keinen „sinnvollen“ Zugang zur Auszählung bekommen. In Michigan wurden nun 99 Prozent der Stimmen ausgezählt, die Wahlleute werden Joe Biden zugerechnet.

Das Engergebnis aus Georgia lässt noch auf sich warten, wie der Wahlleiter aus Folton County Gabriel Sterling mitteilte. So sollen noch etwa 60.000 Stimmen ausgezählt werden. Die Wahlhelfer wollen die Auszählung noch zum späten Nachmittag beendet haen, aktuell sind 98 Prozent gezählt, noch führt Donald Trump mit 13.540 Stimmen.

In Nevada bleibt es ebenfalls spannend, die Auszählung dauert allerdings noch an. Biden könnte seien Vorsprung ausbauen, bislang wurden 88 Prozent der Stimmen ausgewertet, der Kandidat der Demokraten hat bisher 11.438 Stimmen mehr als sein Kontrahent. Im Bundesstaat Pennsylvania führt Trump bei 92 Prozent ausgezählter Stimmen noch mit einem Vorsprung von 115.069 Stimmen. Jedoch könnte es auch hier spannend werden, denn Bilden holt rasant auf. Eine Entscheidung im wohl wichtigsten Swing State Pennsylvania könnte zudem noch heute Nacht fallen. Nach Behörden-Angaben könnte es gelingen den Großteil der noch offenen 550.000 Stimmen in dieser Zeit auszuzählen. Holt Biden den Staat, ist er neuer Präsident.

Trump-Team mit skurrilem Auftritt in Nevada - Trumps Vorsprung in Georgia schmilzt dahin

Update vom 5. November, 18.03 Uhr: Der Ex-US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, trat soeben vor die Kameras in Nevada. Gemeinsam mit Vertretern des Trump-Teams verkündete er, Beweise für Wahlfälschung in Nevada zu haben. Auch zwei „Zeugen“ wurden im Rahmen dieses denkwürdigen Auftritts vor die Kamera geführt. Konkret behaupten die Sprecher, dass viele Stimmen in Nevada von Menschen eingegangen seien, die gar nicht im US-Bundesstaat leben und deshalb hier nie hätten wählen dürfen, ferner hätten auch längst verstorbene US-Bürger abgestimmt.

Man habe Klage und einen Eilantrag bei Gericht eingereicht. Fragen, die die umstehenden Journalisten durchaus hatten, wurden nicht beantwortet. Derweil ist Trumps vorsprung in Georgia weiter gesunken. Bei 18.146 Stimmen Vorsprung für Präsident Donald Trump auf Herausforderer Joe Biden in Georgia sind in dem Bundesstaat noch immer 61.367 Stimmen nicht ausgezählt. Das teilte der Staatssekretär der Regierung von Georgia aktuell mit.

Update vom 5. November, 15.53 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat zwei Tage nach der Wahl erneut ein sofortiges Ende der Auszählung gefordert. „Stoppt die Auszählung!“, schrieb Trump am Donnerstag auf Twitter in Großbuchstaben. In mehreren Bundesstaaten, in denen sich knappe Ergebnisse abzeichnen, wurden noch Stimmen gezählt. Darunter waren Pennsylvania, Georgia, North Carolina, Arizona und Nevada. Verbleibende und rechtmäßig abgegebene Stimmen nicht mehr auszuzählen, würde gegen geltendes Recht verstoßen.

Update vom 5. November, 13.32 Uhr: Mega-Überraschung in Georgia: In dem republikanisch geprägten Bundesstaat, in dem Trump zunächst sehr deutlich vor Biden lag, hat er aktuell (nach etwa 96 Prozent Stimmauszählung) nur noch einen Vorsprung von 0,4 Prozent! Es steht zur Stunde 49,6 Prozent zu 49,2 Prozent (Quelle: Washington Post). Der Sieger bekäme 16 Wahlleute. Biden fehlen aktuell noch 17 Wahlleute um auf die für eine Präsidentschaft erforderlichen 270 zu kommen.

Aus dem Großraum um die Hauptstadt Atlanta standen noch Stimmen aus - traditionell eher demokratisches Gebiet. Es könnte also sehr knapp werden. Für 16.30 Uhr (deutsche Zeit) kündigten die Behörden der Nachrichtenagentur AFP zufolge ein Update geben. Die Auszählung der Stimmen in der US-Wahl 2020 geht in die entscheidende Phase. Trump wie auch Biden haben bisher keine Mehrheit, die Präsidentschaft entscheidet sich nun in vier Staaten: Arizona, Georgia, Pennsylvania und Nevada.

Joe Biden während das Wahlkampfs in Gerogias Hauptstadt Atlanta: Siegt er in dem Bundesstaat?

US-Wahl 2020 live: Proteste in Portland - Polizei nimmt mindestens zehn Menschen fest

Update vom 5. November, 12.16 Uhr: Bei Protesten linksgerichteter Demonstranten in Portland im US-Bundesstaat Oregon nach der US-Wahl 2020 sind mindestens zehn Menschen festgenommen worden. Die Polizei warnte auf Twitter vor „weitverbreiteter Gewalt“ und Ausschreitungen und rief die Menschen auf, die Innenstadt zu meiden. Hunderte Polizisten und Nationalgardisten waren im Einsatz. Die Gouverneurin von Oregon, Kate Brown, verlängerte den zuvor bereits für die Wahlnacht ausgerufenen Notstand.

Die Proteste in Portland führten zu mehr als zehn Festnahmen.

Mehrere linksgerichtete und antikapitalistische Gruppen hatten zuvor friedlich in einem Park in der Innenstadt mit Musik und Vorträgen demonstriert. Eine weitere Gruppe von Demonstranten am Fluss der Stadt erklärte, die Wahlergebnisse schützen zu wollen und schwenkte Transparente mit der Aufschrift „Zählt jede Stimme“.

Später warfen Demonstranten nach Polizeiangaben Flaschen und andere Gegenstände auf die Einsatzkräfte und zertrümmerten Schaufenster. Ein Mann wurde verdächtigt, einen Molotow-Cocktail geworfen zu haben. Die Polizei beschlagnahmte mehrere Waffen, darunter ein geladenes Gewehr, ein Messer, Hammer und Feuerwerkskörper.

Um „Wahlergebnisse zu schützen“: Demonstranten in Portland verbrennen vor der vollständigen Stimmauszählung die US-Flagge.

Update vom 5. November, 9.21 Uhr: Das große Warten dauert an. In den Bundesstaaten Alaska (3 Wahlleute), Arizona (11 Wahlleute), Georgia (16 Wahlleute), Nevada, North Carolina (15 Wahlleute), und Pennsylvania (20 Wahlleute) sind die Wählerstimmen noch nicht ausgezählt. Joe Biden fehlen aktuell noch 17 Wahlleute, um US-Präsident zu werden (270 ingsgesamt), bei Donald Trump sind es 56 Wahlleute.

Erhielte Biden Pennsylvania, wäre die Sache entschieden - dort führt nach aktuellem Auszählungsstand allerdings Trump. Biden müsste also zwei der verbliebenen Bundesstaaten für sich entscheiden. In Arizona und Nevada sind die zwei Staaten, in denen er aktuell sehr knapp vorn liegt, in den anderen führt Trump. Allerdings ist davon auszugehen, dass die noch auszuzählenden Briefwahlstimmen in Georgia und Pennsylvania tendenziell eher für Biden sind

Präsidentschaftskandidat Joe Biden hofft bei der Auszählung auf einen bestimmten Staat.

US-Wahl 2020 live: Trump kündigt erneut Klage gegen Wahlergebnisse an

Update vom 5. November 5.50 Uhr: Der amtierende US-Präsident Donald Trump hat in der Nacht zum Donnerstag (MEZ) deutlich gemacht, die bisherige Auszählung in mehreren Bundesstaaten nicht anzuerkennen. Unter anderem in Pennsylvania, Michigan und Wisconsin angekündigt, Klage gegen die Wahlergebnisse einzureichen. „Wir fordern den Sieg in Pennsylvania (dort sind keine rechtlichen Wahlbeobachter zugelassen) und in den Staaten Georgia und North Carolina, in welchen es einen großen Trump-Vorsprung gibt.“

Ein weiterer Tweet, mit dem Trump den Sieg in Michigan fordert, wurde von Twitter entfernt. Twitter hat Trumps Forderung auch mit dem Warnhinweis versehen, dass der Inhalt „möglicherweise irreführende“ Inhalte enthalten könne.

Aktuell stehen die Ergebnisse noch in sechs Bundesstaaten aus. In Alaska kann Trump mit 62,9% auf einen massiven Vorsprung blicken (Joe Biden erhielt bisher 33% der Stimmen). In Georgia, North Carolina und Pennsylvania muss der amtierende US-Präsident mit wenigen Prozentpunkten um seinen Vorsprung bangen. Herausforderer Joe Biden führt aktuell in Nevada und Arizona. Es bleibt eine Zitterpartie.

US-Wahl live: „In genau 77 Tagen...“ - Biden demütigt Trump - Wahl-Knall naht

Update vom 5. November, 3.40 Uhr: Joe Biden ist bei der US-Wahl 2020 mittlerweile siegesgewiss - und lässt das Amtsinhaber Donald Trump auch spüren. Auf Twitter kündigte Biden eine mögliche erste Amtshandlung an: Er wolle mit den USA wieder dem Pariser Klimaabkommen beitreten, erklärte der demokratische Präsidentschaftsbewerber. Damit würde eine symbolträchtige Entscheidung Trumps rückgängig machen. „Heute hat die Trump-Regierung offiziell das Pariser Klimaabkommen verlassen. In genau 77 Tagen wird eine Regierung Biden wieder beitreten“, twitterte er.

Trump selbst hat unterdessen eine weitere Klage gegen Auszählungen angekündigt. Neben Pennsylvania und Michigan soll nun auch in Georgia juristisch eingegriffen werden. Nach Informationen des Senders CNN glaubt Trump selbst aber kaum an einen Erfolg dieser Strategie. Der Präsident sei „down“, soll eine Quelle aus dem Weißen Haus berichtet haben. In Michigan gab es am Mittwoch auch Tumult an einer Auszählungsstelle.

Eine Wahlentscheidung gibt es aber weiterhin nicht. In Georgia werden mittlerweile belastbare Ergebnisse zwischen 6 und 9 Uhr deutscher Zeit erwartet.

US-Wahl 2020: Biden rechnet mit Sieg

Update vom 4. November, 22.30 Uhr: Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden geht von einem Sieg bei der US-Wahl aus. „Jetzt, nach einer langen Nacht des Zählens ist es klar, dass wir genug Staaten gewinnen, um 270 Wahlstimmen zu erreichen, die erforderlich sind, um die Präsidentschaft zu gewinnen“, sagte Biden am Mittwoch in Wilmington (Delaware). Er betonte dabei, dass er den Sieg noch nicht offiziell für sich reklamieren wolle. Doch sein Team glaube, dass er die Abstimmung gewonnen habe, wie unter anderem Merkur.de* berichtet.

Update vom 4. November, 19.56 Uhr: Wisconsin ist fast fertig mit der Auszählung. 99 Prozent der Stimmen sind bereits gezählt und Joe Biden liegt wieder vorn. Aktuell stimmten 49,4 Prozent für ihn, jedoch auch 48,8 Prozent für Donald Trump - ein Unterschied von etwas mehr als 20.000 Stimmen. CNN schreibt den Staat mit zehn Wahlleuten bereits Biden zu.

Doch Donald Trump will das Ergebnis anfechten. Er werde umgehend eine Neuauszählung der Stimmen verlangen, erklärte sein Wahlkampfmanager Bill Stepien am Mittwoch. Es lägen Berichte über Unregelmäßigkeiten in mehreren Bezirken in Wisconsin vor. Daher bestünden „ernste Zweifel an der Gültigkeit der Ergebnisse“.

Update vom 4. November, 16.38 Uhr: Donald Trump hat erneut in Frage gestellt, dass es bei der Wahl nicht mit rechten Dingen zugehe. „Vergangene Nacht habe ich geführt, oft deutlich, in vielen Staaten, die auf fast allen Ebenen von Demokraten geführt werden“, so der Präsident. „Dann, einer nach dem anderen, sind sie auf magische Weise verschwunden, als Überraschungs-Wahlzettel gezählt wurden.“ Dies fände er „sehr seltsam“.

Demokrat Biden will bis zur Auszählung der letzten Stimmen kämpfen. „Wir werden nicht ruhen, bis nicht alle Stimmen ausgezählt sind“, schrieb er bei Twitter.

US-Wahl 2020: Leichte Tendenz auch in Michigan

Update vom 4. November, 16.11 Uhr: Im Rennen um den wichtigen Staat Michigan zeichnet sich bei den US-Wahlen eine leichte Tendenz zugunsten von Herausforderer Joe Biden ab. Zwischenergebnisse bei 90 Prozent der ausgezählten Stimmen sehen den Demokraten momentan zwar nur mit 0,2 Prozentpunkten oder etwas mehr als Zehntausend Stimmen vor Präsident Donald Trump. Diese werden aber mehrheitlich zugunsten von Biden erwartet.

Update vom 4. November, 16.02 Uhr: Die Demokraten fühlen sich immer siegessicherer, was das Gesamtergebnis angeht. Immer mehr Beobachter berufen sich auf die vielen ausstehenden Briefwahlstimmen, die Biden immer weiter nach vorne bringen. „Die Demokraten sind sehr deprimiert ins Bett gegangen“, sagte David Gergen, Berater von vier verschiedenen Präsidenten und CNN-Mitarbeiter, „aber heute am Morgen, bei dieser dramatischen Wende, sehen sie viel hellere Strahlen.“

US-Wahl 2020: In Wisconsin zeichnet sich ein Sieg für Biden ab

Update vom 4. November, 14.10 Uhr: In Wisconsin hat sich Joe Biden vor Donald Trump geschoben. Laut „Edison Research“ kommt der 77-Jährige nach Auszählung von 97 Prozent der Stimmen auf 49,5 Prozent, Trump nur auf 48,8 Prozent.

Update vom 4. November, 13.42 Uhr: Prominente in den USA haben auf Donald Trumps Siegeserklärung noch vor dem offiziellen Ende der Stimmenauszählung reagiert. „Was er gerade tut, ist mehr als gefährlich“, schrieb Schauspieler Patton Oswalt (51) auf Twitter. „Wir müssen auf die Auszählung von Millionen Briefwahlstimmen warten“, forderte Oscar-Preisträgerin Charlize Theron. „Unsere Demokratie beruht auf dem Recht zu wählen und dem Glauben, dass jede Stimme zählt“, schrieb die Schauspielerin auf Twitter. Der Präsident habe Angst, denn er wisse, dass er die Wahl verlieren wird, schrieb Komiker Josh Gad. „Wenn er den Versuch wagt, diese Wahl zu stehlen, bevor jede Stimme ausgezählt ist, werden wir in Massen auf die Straße gehen.“ 

Update vom 4. November, 13.28 Uhr: Nevada hat angekündigt, erst am 5. November ab 09.00 Uhr (18 Uhr MEZ) wieder über den neuesten Stand der Auszählung zu informieren. Aktuell liegen Trump und Biden dort fast gleichauf. Es geht in Nevada um insgesamt 6 Wahlleute.

Update vom 4. November, 13.09 Uhr: Auch in Michigan tut sich etwas. Donald Trump hat laut CNN einige Prozentpunkte Vorsprung auf Joe Biden verloren. Die Briefwahl-Ergebnisse in dem wichtigen Swing State schlagen sich zugunsten der Demokraten nieder. Nur noch etwa 64.000 Stimmen trennen Biden und Trump. Hält dieser Trend an, könnte in Michigan ähnliches passieren wie in Wisconsin. Dort „kippten“ die Zahlen am Morgen (MEZ) in Richtung des demokratischen Herausforderers. Laut CNN wählen in Michigan tendenziell mehr Demokraten per Briefwahl, die dort erst jetzt ausgezählt wird.

Plötzliche Wende! Die Wahl-Ergebnisse in Wisconsin könnten eine Überraschung werden

Update vom 4. November, 11.33 Uhr: So schnell kann es gehen. Mit nur einigen Tausend Stimmen hat Joe Biden seinen Widersacher Donald Trump plötzlich in Wisconsin überholt und den Staat zumindest vorerst demokratisch „gedreht“. Der Vorsprung ist allerdings extrem knapp und könnte jederzeit wieder schwinden. Denn Trump und Biden trennen nur 0,3 Prozent. Dennoch könnten die Demokraten diesen wichtigen Swing State noch für sich entscheiden, wenn der Trend anhält.

Verantwortlich für den Umschwung waren die Großstadt Milwaukee und die umliegenden Landkreise, die traditionell demokratisch wählen. Dort wurden am Morgen (MEZ) die zahlreichen Briefwahl-Stimmen ausgewertet und verschafften Biden den knappen Vorteil.

US-Wahl 2020: Joe Biden mit Erfolgsserie bei den Wahlergebnissen

Update vom 4. November, 10.47 Uhr: Joe Bidens Erfolgszug hält an. Nach Maine und Arizona siegt er nun auch im Inselstaat Hawaii. Entscheidende Staaten stehen aber noch aus. Vier weitere Wahlmänner sind nun aber sicher bei den Demokraten.

Update vom 4. November, 10.29 Uhr: Mittlerweile hat sich auch Joe Bidens Lager zu Trumps umstrittener Ansprache geäußert. Seine Sprecherin Jen O’Malley Dillon nannte die Ansprache des Präsidenten aus der Wahlnacht „ungeheuerlich, beispiellos und falsch“. Das Statement wurde auf CNN veröffentlicht. „Es war empörend, weil es ein offener Versuch ist, den amerikanischen Bürgern ihre demokratischen Rechte wegzunehmen“ , erklärt sie und verspricht, man werde nicht aufhören, die Stimmen zu zählen.

Update vom 4. November, 9.44 Uhr: Die nächste gute Nachricht für Joe Biden trudelt ein: Er hat im Bundesstaat Maine die Mehrheit der Wähler von sich überzeugen können, wie die Nachrichtenagentur AP berichtet. Damit sichert er sich vier weitere Wahlmänner. Gemeinsam mit dem Sieg in Arizona ist das ein kleiner Befreiungsschlag, nachdem sich Donald Trump zuletzt einige wichtige Staaten schnappte.

US-Wahl 2020: Wichtiger Sieg für Biden - er holt sich Arizona

Update vom 4. November, 9.15 Uhr: Joe Biden gewinnt laut der Nachrichtenagentur AP den umkämpften Staat Arizona. 2016 war dieser noch an Donald Trump gegangen. Im südwestlichen Staat waren elf Wahlmänner zu holen. Für den Wahlsieg werden 270 Wahlmänner benötigt.

US-Wahl 2020: Trump erklärt sich zum Wahlsieger und will vor Supreme Court ziehen

Update vom 4. November, 8.40 Uhr: Es wird immer schräger: US-Präsident Donald Trump hat sich vor der Presse zum Sieger der Wahl erklärt. Er warf seinen demokratischen Gegnern um Joe Biden erneut Wahlbetrug vor und kündigte an, vor das höchste Gericht, den Supreme Court zu ziehen. Das ist noch nicht alles - Trump fordert sogar einen sofortigen Stopp der Stimmenauszählung.

Reaktionen aus dem Biden-Lager auf diesen Hammer gibt es bisher noch nicht.

US-Wahl 2020: Wahllokale nun geschlossen

Update vom 4. November, 8.15 Uhr: Nichts geht mehr: Die Wahllokale sind nun in allen US-Bundesstaaten geschlossen. Das Rennen um die Präsidentschaft ist nach wie vor völlig offen. Die entscheidenden Staaten werden Arizona, Michigan, Wisconsin und Pennsylvania sein.

Klar ist schon jetzt: Präsident Donald Trump ist deutlich stärker als erwartet. Die Wahl könnte sich dieses Mal besonders lange hinziehen, weil viele Bürger aufgrund der Corona-Pandemie per Briefwahl abgestimmt haben.

US-Wahl 2020: Trump gewinnt Florida und Texas - und wirft Demokraten Diebstahl vor

Update vom 4. November, 7.25 Uhr: Donald Trump gewinnt wohl auch den Staat Texas. Das vermeldeten amerikanische Medien auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen. 38 weitere Wahlleute gehen an den Republikaner.

Update vom 4. November, 7.15 Uhr: Donald Trump fährt einen extrem wichtigen Sieg ein! Er sichert sich mit Florida einen „dicken Fisch“ mit 29 Wahlmännern. Die US-Sender Fox News, CNN und NBC erklärten den Amtsinhaber zum Sieger des großen „Swing States“.

Der Vorsprung von Joe Biden schrumpft also weiter. Aktueller Zwischenstand:

  • Trump: 209 Wahlmänner
  • Biden: 219 Wahlmänner

Auf Twitter sorgte derweil Trump für Aufsehen: Er machte seinen demokratischen Konkurrenten schwere Vorwürfe: „Wir sind weit vorne, aber sie versuchen, die Wahl zu stehlen“. Biden gab sich ebenfalls siegessicher. „Wir sind auf Kurs, diese Wahl zu gewinnen“, sagte er.

US-Wahl 2020: Trump gewinnt Iowa, Biden schnappt sich Minnesota

Update vom 4. November, 6.55 Uhr: Die Aufholjagd geht weiter! Donald Trump gewinnt den US-Bundesstaat Iowa. Das meldete die Nachrichtenagentur AP am Morgen. Auch Iowa gilt als wichtiger „Swing State“. Mit sechs weiteren Wahlmännern holt Trump auf. Es wird knapp!

Update vom 4. November, 6.40 Uhr: Nach dem Ohio-Triumph von Präsident Donald Trump schlägt sein Herausforderer Joe Biden zurück! Laut AP-Berichten geht der Demokrat in Minnesota als Sieger hervor. Ähnlich wie Ohio gilt auch Minnesota als wichtiger „Swing State“ - das Ergebnis war völlig offen. Damit gehen zehn Wahlmänner auf das Konto von Biden.

Währenddessen schnappt sich Donald Trump wie erwartet den Staat Montana - dafür gibt es drei Wahlleute. Montana gilt als republikanische Hochburg, zuletzt sahen Umfragen jedoch nur einen knappen Vorsprung Trumps.

US-Wahl 2020: Donald Trump triumphiert auch in Ohio

Update vom 4. November, 6.10 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat bei der Präsidentschaftswahl Fernsehsendern zufolge den wichtigen Bundesstaat Ohio gewonnen. Die Sender Fox News, NBC und CNN riefen den Amtsinhaber in der Nacht zum Mittwoch zum Sieger in dem Swing State aus, der 18 Wahlleute vergibt. Es ist ein wichtiger Erfolg für den Präsidenten im Rennen für eine Wiederwahl. Joe Biden hat derweil auf Hawaii (vier Wahlmänner) die Nase vorn.

Update vom 4. November, 5.52 Uhr: In mehr als der Hälfte der US-Bundesstaaten scheint der jeweilige Sieger festzustehen - doch sowohl Joe Biden als auch Donald Trump konnten - wie erwartet - hauptsächlich in ihren jeweiligen Partei-Hochburgen punkten. Das führt zu folgendem Zwischenstand:

  • Joe Biden: 192 Wahlmänner
  • Donald Trump: 114 Wahlmänner

Eine Mehrheit ist erreicht, wenn ein Kandidat mindestens 270 Wahlmänner für sich verbucht. Nun konzentriert sich das Rennen auf wenige entscheidende Staaten: Neben Arizona im äußersten Südwesten der Vereinigten Staaten geht es vor allem um den Mittleren WestenMichigan, Wisconsin und Minnesota könnten die Wahl entscheiden. Doch ausgerechnet hier könnten Ergebnisse lange auf sich warten lassen (siehe Update von 4.56 Uhr).

Update vom 4. November, 5.23 Uhr: Die 29 Wahlmänner aus Florida werden inzwischen offiziell Donald Trump zugeschrieben. Die Stimmen im „sunshine state“ sind beinahe komplett ausgezählt. Eine entsprechende Verkündung hatte das Wahlkampfteam des republikanischen Kandidaten bereits Stunden zuvor getwittert. Das hatte jedoch Schelte des Kurznachrichtendiensts nach sich gezogen. „Offizielle Quellen könnten das Ergebnis noch nicht bestätigt haben, als dieser Tweet abgesetzt wurde“, hieß es in einem Twitter-Hinweis.

Update vom 4. November, 5.12 Uhr: Joe Biden hat wie erwartet die drei Staaten an der Westküste gesichert: Kalifornien, Oregon und Washington. Das meldete die Nachrichtenagentur AP am Dienstagabend (Ortszeit) auf Grundlage von Wählerbefragungen und ersten Stimmauszählungen. Die Westküste ist traditionell eine Hochburg der Demokraten. Mit dem bevölkerungsreichen Kalifornien kommen 55 Wahlleute auf Bidens Konto. Washington stellt zwölf und Oregon sieben Wahlleute. Amtsinhaber Trump verbucht derweil Idaho (vier Wahlmänner) auf der Habenseite.

Kein Ergebnis bei US-Wahl 2020? Verzögerung bahnt sich an

Update vom 4. November, 4.56 Uhr: Bleibt die US-Wahlnacht ergebnislosPennsylvania gilt als wichtiger Schlüssel zum Sieg - doch der Bundesstaat wird am Dienstag (Ortszeit) kein belastbares Ergebnis vorlegen können, wie die Webseite Politico.com erfahren haben will.

Rund 270.000 Briefwahlstimmen sollen erst am Folgetag ausgezählt werden. Das Zwischenergebnis dürfte insofern zugunsten Donald Trumps verzerrt bleiben. Vor einem unklaren Wahlausgang hatten sich viele Beobachter vorab gefürchtet - vor allem, weil sich Trump vorab zum Sieger erklären und so Unruhen provozieren könnte.

Update vom 4. November, 4.47 Uhr: Übereinstimmenden Vorhersagen der TV-Sender ABC und NBC zufolge darf Amtsinhaber Trump auch die Wahlmänner der Bundesstaaten New Hampshire (vier) und Utah (sechs) für sich verbuchen.

US-Wahl 2020: Trump oder Biden? Veritable Achterbahnfahrt bahnt sich an

Update vom 4. November, 4.37 Uhr: Als „Achterbahnfahrt“ hatte CNN die Wahlnacht schon am frühen Abend angekündigt - und tatsächlich dürften die Kandidaten zur Stunde ein Wechselbad der Gefühle erleben. Im Swing State Ohio holt Donald Trump zur Stunde auf. Fox News‘ Wahlexperten tippen mittlerweile auf einen Sieg des Amtsinhabers - vor 90 Minuten hatte Trumps Haussender noch anders geurteilt. Missouri mit seinen zehn Wahlmännern geht an den republikanischen Kandidaten.

Update vom 4. November, 4.10 Uhr: US-Präsident Donald Trump hat wie erwartet die Mehrheit im Bundesstaat Kansas gewonnen und sich damit die Stimmen von sechs weiteren Wahlleuten gesichert. Das berichtete die Nachrichtenagentur AP.

Update vom 4. November, 3.42 Uhr: Neuen Hochrechnungen zufolge dürfte Joe Biden die Bundesstaaten Connecticut und Colorado gewinnen. South und North Dakota gehen wohl an Donald Trump. Auch in diesen vier Staaten gibt es also allem Anschein nach keine Überraschungen.

Brisanter sind andere Entwicklungen: Im Swing State North Carolina hält CBS mittlerweile einen Sieg Trumps für wahrscheinlich. Auch in Florida zeichnet sich immer deutlicher ein Erfolg des Amtsinhabers ab. Sorge bereiten dem Trump-Lager unterdessen die wichtigen Wackelkandidaten Georgia, Michigan und Wisconsin.

Trump „in Schwierigkeiten“? Hochrangiger Berater sieht Problem in US-Bundesstaat

CNN zitiert einen hochrangigen Berater des Präsidenten mit den Worten, Georgia könne „ein Problem“ werden, Michigan gar verloren sein, in Wisconsin sei der Ausgang offen. Sollte Trump Wisconsin und Georgia verlieren, sei der US-Präsident „in Schwierigkeiten“.

Update vom 4. November, 3.14 Uhr: Joe Biden sichert die 29 Wahlmänner des Bundesstaats New York und deren fünf in New Mexico. Laut der Nachrichtenagentur AP hat Amtsinhaber Trump jedoch in Louisiana (8 Wahlmänner), Wyoming, North Dakota, South Dakota und Nebraska (jeweils drei Wahlmänner).

Update vom 4. November, 3.09 Uhr: Ein mit einer Schusswaffe bewaffneter Mann ist am Rande der US-Wahl vor einem Wahllokal festgenommen worden. Der Mann habe nach seiner Stimmabgabe in der Stadt Charlotte in North Carolina weiter vor dem Wahllokal „herumgelungert“, schrieb die örtliche Polizei auf Twitter. Es sei ein Anruf eingegangen, wonach der Mann andere Wähler eingeschüchtert haben könnte. Er sei daraufhin zum Verlassen des Geländes aufgefordert worden. Zwei Stunden später kam der Mann der Polizei zufolge aber zurück zu dem Wahllokal.

Bewaffneter Mann bei US-Wahl 2020: Polizeieinsatz in Charlotte

Er sei wegen unbefugten Betretens des Geländes festgenommen worden. Die Schusswaffe habe er legal dabei gehabt. Fotos in den sozialen Medien sowie Medienberichten zufolge trug der Mann eine Kappe mit der Aufschrift „Trump 2020“.

Update vom 4. November, 2.39 Uhr: Aus den für die Präsidentenwahl wichtigsten Bundesstaaten fehlen bislang entscheidende Fingerzeige: Auf Florida, Georgia, Ohio und Pennsylvania kann noch keiner der Kandidaten bauen.

Update vom 4. November, 2.14 Uhr: Auf Bidens Konto gehen Delaware (3 Wahlleute), Maryland (10), Massachusetts (11), New Jersey (14), Illinois (20), Rhode Island (4) und die Bundeshauptstadt Washington D.C. (3). Das meldete die Nachrichtenagentur AP auf Grundlage von Wählerbefragungen.

Kann Herausforderer Joe Biden seine guten Umfragewerte bestätigen?

US-Präsident Donald Trump hat sich erwartungsgemäß die Mehrheiten in den vier Bundesstaaten Oklahoma, Tennessee, Alabama und Mississippi gesichert.

US-Wahl 2020: Erster Trump-Paukenschlag? Sieg in Florida offenbar nicht ausgeschlossen

Update vom 4. November, 1.46 Uhr: Trump hat erwartungsgemäß den Bundesstaat West Virginia mit fünf Wahlmännern gewonnen, Biden sichert sich offenbar Virginia (13 Wahlmänner) und Connecticut (sieben Wahlmänner).

In Florida lagen der demokratische Herausforderer und Präsident Trump nach Auszählung von geschätzt gut zwei Drittel der Stimmen eng beieinander. Besonders im bevölkerungsreichen County Miami-Dade aber erzielte Biden weniger Stimmen, als er voraussichtlich bräuchte, um den Staat zu gewinnen. Kommentatoren und US-Experten gingen davon aus, dass Trump gute Chancen hat, Florida für sich zu gewinnen. Der Republikaner ist auf den Staat zwingend angewiesen, sein Herausforderer hätte weitere Wege zum Sieg.

Erste Prognosen zur US-Wahl 2020: Trump sichert sich zwei Bundesstaaten

Update vom 4. November, 1.20 Uhr: Nun gibt es erste konkrete Hochrechnungen: Laut des Senders CNN dürfte Donald Trump die elf Wahlmänner in Indiana erhalten. Dieses Ergebnis würde sich mit den Umfragen decken. Auch in Kentucky (acht Wahlmänner) liegt der Amtsinhaber offenbar vorne, Vermont (drei Wahlmänner) soll sich dagegen Herausforderer Joe Biden gesichert haben.

Update vom 4. November, 0.58 Uhr: US-Präsident Donald Trump zeigt sich auf Twitter kurz vor dem Start der heißen Phase des Wahlabends siegesgewiss. „Im ganzen Land schaut es gut aus. Vielen Dank“, hieß es in großen Lettern in einem Beitrag des amtierenden US-Präsidenten.

Update vom 4. November, 0.45 Uhr: Die ersten Wahllokale haben nun regulär ihre Pforten geschlossen - allerdings nur in einigen Teilen der Bundesstaaten Kentucky und Indiana. Erste Ergebnisse gibt es von dort aber erst, nachdem alle Abstimmungsmöglichkeiten geschlossen sind, das wird um 1.00 Uhr deutscher Zeit der Fall sein. Ebenfalls um 1.00 Uhr ist die US-Wahl in Georgia, South Carolina, Vermont und Virginia beendet.

Allzu große Aufschlüsse werden diese ersten Daten noch nicht geben. Lediglich Georgia zählt zu den wahlentscheidenden „Battleground States“. Kentucky, Indiana und South Carolina dürften an Donald Trump gehen, Vermont und Virgina an Joe Biden. Die letzten Wahllokale schließen übrigens erst um 7 Uhr morgens deutscher Zeit - in Alaska.

US-Wahl 2020: Zieht sich Donald Trump im Falle einer Niederlage zurück?

Update vom 3. November, 23.42 Uhr: Es ist eine der heikelsten Fragen am US-Wahlabend 2020: Wird Donald Trump eine etwaige Niederlage gegen Joe Biden akzeptieren - oder wird er gar versuchen, sich vorzeitig zum Sieger zu erklären? Vor Schließung der ersten Wahllokale hat sich der US-Präsident erstaunlich moderat geäußert. In seinem Haussender Fox News erklärte Trump, er werde sich nur zum Sieger erklären, „wenn es einen Sieg gibt, falls es einen Sieg gibt“. Es gebe „keinen Grund, Spielchen zu spielen“.

Zweifel an einem Triumph wollte Trump dennoch nicht aufkommen lassen. „Ich denke, wir werden den Sieg davontragen“, betonte er. Negative Umfrage-Ergebnisse verwies der Amtsinhaber ins Reich der Fabel: Es handle sich um „Unterdrückungs-Umfragen“. Bei einem Auftritt vor Wahlkampfhelfern in Arlington bei Washington erklärte Trump zudem, „verlieren ist niemals leicht“: „Nicht für mich.“

Update vom 3. November, 23.33 Uhr: Twitter-Schelte für Melania Trump: Bei der US-Wahl 2020 löst die Stimmabgabe der First Lady wütende Reaktionen aus. Ihr Auftritt sei eine „Schlag ins Gesicht“ gewesen, heißt es.

US-Wahl 2020: Angst vor Eskalation - Weitreichende Maßnahme am Weißen Haus

Update vom 3. November, 21.57 Uhr: Als Sicherheitsmaßnahme wegen möglicher Proteste nach der US-Präsidentenwahl ist das Weiße Haus in Washington durch einen zusätzlichen Zaun abgeriegelt worden. Auf Bildern ist eine weiße, mauerartige Befestigung an der Südseite der Machtzentrale in der US-Hauptstadt zu erkennen.

Teile des Gebiets rund ums Weiße Haus, darunter der Lafayette Park im Norden, waren schon seit dem Sommer teilweise für die Öffentlichkeit gesperrt - wegen Protesten, aber auch wegen Bauarbeiten.

Update vom 3. November, 18.44 Uhr: First Lady Melania Trump hat ihre Stimme abgegeben. Winkend ging die 50-Jährige am Dienstag in ein Wahllokal in Palm Beach im umkämpften Bundesstaat Florida. Journalisten berichten, Melania Trump habe dabei als einzige keinen Mund-Nasen-Schutz getragen. US-Präsident Donald Trump selbst hatte seine Stimme bereits Ende Oktober abgegeben. Der offizielle Wohnsitz des Paares ist Trumps Hotel Mar-a-Lago in Palm Beach.

US-Wahl: Erste Zahlen für Trump und Biden da - hier sind die Entscheidungen schon gefallen

Update vom 3. November, 14.04 Uhr: Vor der US-Wahl wurden viele Amerikaner von seltsamen Anrufen verunsichert. Das berichtet die Washington Post. Eine Roboter-Stimme habe rund 10 Millionen Menschen mit den Worten „Bleibt sicher und bleibt zu Hause“ telefonisch dazu aufgerufen, ihre Häuser nicht zu verlassen. Viele vermuten hinter den Anrufen, den Versuch sie von den Wahllokalen fernzuhalten.

Laut der Washington Post haben die Roboter-Anrufe schon im Sommer begonnen. Im Oktober wurden es aber deutlich mehr. Alex Quilici, Chef des Portals YouMail, sieht in der Aktion eine gezielte Maßnahme zur Verunsicherung. „Wenn man während der Wahlen in Amerika Chaos anrichten will, dann ist ein Weg, das zu tun, sicher Robocalling“, erklärte er der Washington Post. Betroffene sagten gegenüber der Zeitung, dass sie vermuten, dass die Anrufe von der Regierung gekommen seien.

US-Wahl: Erstes Ergebnis für Trump-Biden-Duell da - Blitz-Auszählung an einem Ort mit 100-prozentigem Sieger 

Update vom 3. November, 12.09 Uhr: Die Wahllokale in den Ostküstenstaaten New York, Virginia und Maine haben nun (6.00 Uhr Ortszeit) geöffnet.

Update vom 3. November, 10.01 Uhr: Das erste Ergebnis der US-Wahl kam wie immer aus dem kleinen Dorf Dixville Notch im US-Bundesstaat New Hampshire. Kurz nach Mitternacht Ortszeit (Dienstag 06.00 Uhr MEZ) gaben die nur fünf wahlberechtigten Einwohner innerhalb weniger Minuten ihre Stimmen im Wahllokal ab. Joe Biden von den oppositionellen Demokraten bekam alle fünf, Amtsinhaber Donald Trump ging also leer aus. Im Nachbarort Millsfield dagegen erhielt Trump 16 Stimmen, und Biden nur fünf.

US-Wahl 2020 im Live-Ticker: Hält sich Donald Trump im Amt? Oder wird Joe Biden neuer Präsident?

Washington - Es war die große Sensation vor vier Jahren. Donald Trump schlägt in einem harten Wahlkampf die demokratische Herausforderin Hillary Clinton und wird zum 45. Präsidenten der USA. Jetzt im Jahr 2020 steht die nächste Schicksalswahl an. Bleibt Trump für weitere vier Jahre im Amt oder verliert er seinen Posten an den ehemaligen Obama-Vize Joe Biden? Hier im Live-Ticker halten wir sie über die aktuelle Entwicklung auf dem Laufenden.

Am 3. November haben die US-Amerikaner die Möglichkeit, ihren neuen Präsidenten zu wählen. Wobei das nicht ganz richtig ist: Die Amerikaner können auch jetzt schon ihre Stimme abgeben. Und zwar per Briefwahl („Early Voting“). Einige Tage vor dem eigentlichen Wahltermin haben laut dem „U.S. Elections Project“ des Politikwissenschaftlers Michael McDonald von der Universität Florida bereits über 76 Millionen Wähler ihren Präsidenten gewählt*(Stand: 29.10.2020). Zum Vergleich: Vor vier Jahren haben insgesamt 137 Millionen an der Wahl teilgenommen. Das entspricht mehr als der Hälfte aller Stimmen, die bei der Wahl im Jahr 2016 abgegeben wurden.

US-Wahl 2020: Trump oder Biden? Amerikaner wählen ihren US-Präsidenten

Die Amerikaner wählen mit ihrer Stimme nicht direkt ihr Staatsoberhaupt. Stattdessen bestimmen sie die 538 Wahlmänner und -frauen, die dann 41 Tage später in einer geheimen Abstimmung den neuen US-Präsidenten wählen. Dabei gilt die Maxime „The Winner Takes It All“ - also der Gewinner bekommt alles. Gewinnt ein Kandidat - und sei es noch noch knapp - einen Bundesstaat, bekommt er alle Stimmen aus diesem. Gemeinhin gilt die Präsidentschaftswahl aber als entschieden, sobald ein Kandidat mindestens 270 Stimmen aus diesem Electoral College hat. Der neu gewählte Präsident übernimmt die Regierungsgeschäfte am 20. Januar 2021. Dann wird der Sieger der Wahl im Rahmen seiner Amtseinführung ganz offiziell das Weiße Haus beziehen.

Wahlentscheidenden Charakter haben in den USA die sogenannten „Swing States“. Also Staaten, in denen sich die beiden Kandidaten ein Kopf-an-Kopf-Rennen liefern. Florida (29 Wahlleute), Pennsylvania (20) oder Michigan (16) sind wegen ihrer hohen Stimmenzahl besonders begehrt. Aktuelle Umfragen sehen selbst in den „Swing States“ fast ausnahmslos Joe Biden in der Pole-Position. Prognosen der US-Politikseite „RealClearPolitics“ sehen Trump in Florida derzeit wieder ganz knapp vor seinem Herausforderer. Doch Vorsicht: Auch vor vier Jahren sagten alle Prognosen einen Sieg von Hillary Clinton voraus. Das Ergebnis ist bekannt.

US-Wahl 2020: „Swing States“ das Zünglein an der Waage

Donald Trump geht in die Wahl 2020 wieder mit einem vertrauten Verbündeten: Mike Pence. Der 61-Jährige wird bei einer weiteren Legislaturperiode von Trump weiterhin als Vize fungieren. Joe Biden hat sich weibliche Unterstützung an die Seite geholt. US-Senatorin Kamala Harris würde seine Vizepräsidentin sein. Sie wäre die erste Frau und auch die erste Schwarze in diesem Amt. Beeinflusst wurde der Wahlkampf natürlich vor allem durch die anhaltende Corona-Krise.

Gewählt wird übrigens nicht nur der Präsident der USA, der 3. November ist eine Art Super-Wahltag. Denn auch die beiden Kammern im US-Kongress werden neu besetzt: Das Repräsentantenhaus komplett, der Senat nur zum Teil. Aktuell halten die Demokraten die Mehrheit im Repräsentantenhaus. Der Senat liegt derzeit in Republikanischer Hand. Im Gegensatz zum „Haus“ erhält jeder Bundesstaat - unabhängig von seiner Größe - zwei Vertreter im Senat.

Alle Entwicklungen und Neuigkeiten zur US-Präsidentschaftswahl erfahren sie hier im Live-Ticker. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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