USA erlauben Einfuhr einiger Produkte aus Kuba

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Besucher in einer Bar in Havanna. Seit das Regime von Raúl Castro im Sommer 2010 die Ausübung von 178 selbstständigen Berufen zuließ, hat sich Kubas Straßenbild verändert. Die Zahl der Selbstständigen ist enorm gestiegen. Foto: Alejandro Ernesto/Archiv

Washington (dpa) - Die USA wollen im Zuge der Annäherung an Kuba ab sofort den Import bestimmter Produkte der sozialistischen Karibikinsel erlauben.

Es geht um Güter, die von selbstständigen Kleinunternehmern hergestellt werden, wie das US-Außenministerium in Washington mitteilte. Die Produkte müssten daher mit einem entsprechenden Nachweis versehen sein.

Die Einfuhr von Zigarren oder Rum aus Kuba werde aber auch künftig nicht möglich sein, weil diese von Staatsbetrieben hergestellt würden, schrieb die Zeitung "USA Today". Auch ein Import amerikanischer Straßenkreuzer aus den 50er Jahren, wie sie auf Kuba zu sehen sind, bleibe ausgeschlossen.

Die USA wollen mit dem Schritt die zahlreichen privaten "cuentapropistas" (Auf-Eigene-Rechnung-Arbeitende) unterstützen, die es seit Anfang der 90er Jahre auf Kuba gibt. Bislang verbietet die Regierung in Havanna diesen Selbstständigen allerdings jeglichen Export ins Ausland. Die Lockerung seitens der USA ist somit im Moment eher symbolisch.

Der sozialistische Karibikstaat und die Vereinigten Staaten hatten Mitte Dezember 2014 überraschend die Normalisierung ihre Beziehungen nach mehr als 50 Jahren diplomatischer Eiszeit angekündigt. Die Verhandlungen dazu laufen derzeit.

Fact Sheet US-Außenministerium

Liste der importfähigen Produkte

Bericht "USA Today"

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