Bis zu 50 Prozent weniger Land

USA: IS verliert riesige Gebiete im Irak und Syrien

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Der US-Sondergesandte Brett McGurk stellte ein weiteres Rückdrängen des islamischen Staates in Aussicht.

Washington - Die Terrormiliz Islamischer Staat hat nach US-Angaben fast die Hälfte der einst von ihr kontrollierten Gebiete im Nahen Osten wieder verloren.

Allein im Irak habe der IS dank der Luftschläge der internationalen Militärkoalition bereits rund 40 Prozent seines zwischenzeitlich eroberten Territoriums verloren, sagte der Sondergesandte von US-Präsident Barack Obama für den Kampf gegen den IS, Brett McGurk, am Dienstag in Washington. Dies sei innerhalb von etwa zwölf bis 18 Monaten geschehen. McGurk zeigte sich zuversichtlich, dass das Territorium des vom IS ausgerufenen Kalifats im Irak und Syrien in den kommenden Monaten weiter zurückgehen werde.

Der Feind sei schwächer geworden und nun in der Defensive, schrieb Heeresoberst Steve Warren im Kurznachrichtendienst Twitter. Der IS habe seit Mai im Irak keinen Boden mehr gewonnen. Die USA kämpfen mit einer Reihe anderer Länder gegen den IS und versuchen, dessen Ausbreitung in Syrien und im Irak rückgängig zu machen.

Der militärische Branchendienst „IHS Jane's Conflict Monitor“ hatte bereits vor zwei Wochen eine Schätzung verbreitet, derzufolge die Terrormiliz 2015 trotz einiger aufsehenerregender Erfolge in Syrien und im Irak große Gebietsverluste erlitten hat. Das Herrschaftsgebiet der Dschihadisten schrumpfte demnach von Januar bis Anfang Dezember um etwa 14 Prozent.

dpa

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