Santorum gewinnt Vorwahl in Louisiana

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Bei den Vorwahlen der US-Republikaner setzte sich Rick Santorum in Louisiana durch.

Washington - Vorwahlen ohne Ende. Einmal gewinnt bei der Kandidatenkür der US-Republikaner Mitt Romney, dann wieder Rick Santorum. Niemand will aufgeben. Die Frage lautet: Wann steht der Showdown an?

ie Vorwahlen der US-Republikaner finden kein Ende. Zwar konnte bei der Abstimmung im Südstaat Louisiana der erzkonservative Ex-Senator Rick Santorum einen glasklaren Sieg einfahren. Doch Favorit Mitt Romney hat mittlerweile doppelt so viele Delegiertenstimmen gesammelt wie Santorum.

„Dieses Rennen ist lang und noch lange nicht vorbei“, sagte Santorum noch in der Wahlnacht am Samstag. Immer mehr geht in der Partei der Alptraum um, das es beim Parteitag im Sommer in Florida zum großen Hauen und Stechen kommen könnte.

Santorum erhielt in Louisiana 49 Prozent der Stimmen, der frühere Gouverneur Romney kam lediglich auf 26 Prozent. Die beiden weiteren Mitbewerber, Ex-Parlamentspräsident Newt Gingrich und der Abgeordnete Ron Paul, hinkten abgeschlagen hinterher.

Rick Santorum: Mit der Bibel auf Wählerfang

Der Republikaner Rick Santorum buhlt im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur um die Wähler im Mittleren Westen der USA. Er hat gute Chancen, gegen Obama anzutreten. © dapd
Rick Santorum, ehemaliger Senator aus Pennsylvania, steht mit seiner klaren Ablehnung des Rechts auf Abtreibung für die christlichen Konservativen. © 
Santorum mit seiner Frau Karen und Pastor Richard Lee im Gebet. © dapd
Santorum hatte Obama scharf angegriffen © dapd
Dessen Agenda gründe auf einer „falschen Theologie und nicht einer Theologie, die auf der Bibel basiert." © dapd
Später deutete Santorum an, dass der Präsident eine andere Art von Christentum praktiziere. © dapd
Santorum hat nach drei jüngsten Vorwahlerfolgen in einigen Umfragen mit dem bisherigen Favoriten Mitt Romney gleichgezogen. © dapd
Obamas Wahlkampfteam stellt sich nun offenbar auf die Möglichkeit ein, dass Santorum bei der Präsidentenwahl im November als Herausforderer antreten könnte. © dapd
Man habe damit begonnen, die Vergangenheit Santorums zu durchleuchten, um mögliche Angriffspunkte zu finden, hieß es aus Chicago. © dpa

Allerdings ging es bei der Abstimmung am Samstag lediglich im 20 Delegierte, die zudem proportional auf die Kandidaten verteilt wurden - zu wenig also für Santorum, um sich Romney enger an die Fersen zu heften. Romney wiederum nähert sich der notwendigen Delegiertenzahl von 1144 für die Kür zum Herausforderer von Präsident Barack Obama nur im Schneckentempo.

Republikaner schauen bereits mit Sorge auf den Parteitag in Tampa Ende August. Normalerweise sind Parteitage eine politische Show der Einigkeit, mit bunten Luftballons, viel Musik und versöhnlichen Reden. Eine Kampfabstimmung passt nicht ins Bild. Doch Santorum hat bereits klargemacht, dass er bis zum Parteitag durchhalten wolle. In Tampa werde er dann versuchen, Romney-Delegierte umzustimmen und für sich zu gewinnen.

dpa

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