Südkorea betreibt 23 Atomkraftwerke

USA und Südkorea einigen sich auf Atomabkommen

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Der amerikanische Botschafter Mark Lippert im Gespräch mit dem südkoreanischen Botschafter Park Ro-Byug.

Seoul - In Absprache mit den USA ist es Südkorea erstmals erlaubt, sein ziviles Atomprogramm auszubauen.

Vertreter beider Länder änderten ein Kooperationsabkommen, wie die Nachrichtenagentur Yonhap am Mittwoch unter Berufung auf das Außenministerium in Seoul meldete. Südkorea betreibt 23 Atomkraftwerke und deckt damit etwa ein Drittel seines Energiebedarfs ab.

Die Vereinbarung öffnet Südkorea den Weg, nicht waffenfähiges Uran zur Herstellung von Brennstäben anzureichern. Die von Seoul angestrebte Wiederaufbereitung von atomaren Brennstoffen bleibt jedoch stark eingeschränkt. Washington befürchtet, dass diese Technologien für den Bau von Atomwaffen missbraucht werden können.

Die USA wollen dem neuen Abkommen zufolge Südkorea bei Lagerung, Transport und Entsorgung von Atommüll unterstützen. Sie stimmten auch der Forschung an neuen Technologien zur Wiederaufbereitung zu.

Die Einigung schließt vier Jahre lange Verhandlungen ab. Sie ersetzt ein Abkommen aus dem Jahr 1974. Vor in Kraft treten müssen beide Staaten das Abkommen noch ratifizieren.

dpa

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