Venizelos dementiert Gerüchte über Euro-Referendum

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Der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos.

Athen - Der griechische Finanzminister hat Gerüchte dementiert, wonach in dem hoch verschuldeten Land ein Referendum über den Verbleib Griechenlands im Euroland geplant sei.

"Die Beteiligung Griechenlands an der Eurozone und dem Euro ist eine unwiderrufliche und fundamentale nationale Entscheidung“, erklärte der griechische Finanzminister Evangelos Venizelos vor Journalisten in Athen. Venizelos bestritt, dass Griechenland ein zentrales Problem der Eurozone darstellt, dazu habe das Land nicht die Größe. Die Probleme, die das Land in der Eurozone verursacht habe, werde Griechenland mit der Umsetzung seines Spar- und Reformprogramms wieder gut machen. “Dazu sind wir entschlossen“, sagte Venizelos.

Am Dienstagabend sollte eine neue Telefonkonferenz von Venizelos mit den Chefs der sogenannten “Troika“ stattfinden. Die Vertreter der EU, des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Europäischen Zentralbank (EZB) wollen sich versichern, dass Athen alle seine Verpflichtungen erfüllen wird. Erst dann wollen sie nach Athen kommen, um erneut die Bücher zu prüfen. Nur wenn sie grünes Licht geben, kann Athen auf weitere Hilfen hoffen. Andernfalls wird das Land im Oktober zahlungsunfähig.

dpa

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