Verfassungsschutz: Spionage aus China nimmt zu

Köln - Spione aus China hacken sich immer öfter in Computer und Großrechner von Bundesministerien und anderen Behörden ein. Insgesamt hat der Verfassungsschutz 1600 Angriffe gezählt.

Elektronische Spionage-Attacken aus China und Russland gegen Deutschland nehmen seit Jahren zu. Darauf hat das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) am Montag in Köln hingewiesen. Eine Sprecherin bestätigte zugleich rund 1600 Angriffe auf PC und Großrechner von Bundesministerin und anderen Behörden im Zeitraum von Januar bis September 2010. Die Zahlen hatte die WAZ-Mediengruppe gemeldet. Ziel der illegalen Ausspäh-Aktionen ist es, Informationen aus Politik, Wirtschaft, Technik und Militär abzuschöpfen.

Die 1600 Angriffe bedeuten etwa eine Verdopplung im Vergleich zu den ersten drei Quartalen 2009, sagte die BfV-Sprecherin. Für die Sicherheitsbehörden sei diese deutliche Zunahme allerdings kein neues Phänomen. Der Bundesverfassungsschutz weist schon seit einigen Jahren auf eine stetig zunehmende elektronische Spionage vor allem von Nachrichtendiensten aus China und Russland hin.

Ziel der Attacken auf Computersysteme sind Regierungsstellen und Behörden, aber auch Forschungsinstitutionen oder Hightech- Unternehmen. “Zu einer besonderen Gefahr haben sich die E-Mail- basierten elektronischen Angriffe auf Netzwerke von Behörden und Unternehmen entwickelt“, warnt eine BfV-Publikation.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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