Verhältnis der EU zu Israel belastet

Brüssel - Der Mord an dem Hamas-Funktionär Mahmud al Mabhuh und die vermutete israelische Verwicklung drohen das Verhältnis der Europäischen Union zu Israel zu belasten.

Das erklärte ein ranghoher EU-Diplomat am Sonntag unter Hinweis darauf, dass die mutmaßlicher Attentäter gefälschte Pässe mehrerer europäischer Länder benutzten. “Die Pass-Kontroverse wird sich offenkundig nachteilig auf den Umgang der EU mit Israel auswirken“, sagte die Gewährsperson, die anonym bleiben wollte. Das Thema dürfte auch eine Rolle beim Treffen der EU-Außenminister am (morgigen) Montag in Brüssel spielen. Am Montag hält sich auch der israelische Außenminister Avigdor Lieberman am EU-Sitz in Brüssel auf.

Er wird zwar nicht an den Beratungen seiner EU-Kollegen teilnehmen, aber am Rande Gespräche mit der EU-Chefin für Außenpolitik, Catherine Ashton, führen. Es wird auch erwartet, dass Lieberman mit Ministern jener vier Länder zusammentreffen wird, die von den Passfälschungen betroffen sind. Die vier Länder haben bereits von Israel Aufklärung gefordert. Die mutmaßlichen Attentäter reisten nach Angaben der Ermittlungsbehörden in Dubai mit gefälschten britischen, irischen, französischen und deutschen Pässen. Der Hamas-Funktionär Mabhuh war am 19. Januar in einem Hotel in Dubai ermordet worden. Hinter dem Attentat wird der israelische Geheimdienst Mossad vermutet.

DADP

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