Schweizer Journalist zeigte es ihm

Wie Assad auf das Schockbild des kleinen Omran reagierte

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Der verwundete Junge Omran aus Aleppo.

Aleppo - Das Foto des apathisch blickenden, mit Blut, Asche und Staub bedeckten Jungen wurde zum Symbol des Leidens in Syrien. Präsident Assad reagierte allerdings wenig gefühlvoll auf das Bild.

Die Bilder des staub- und blutbedeckten fünfjährigen Jungen Omran in Aleppo gingen um die Welt. Es wurde zum Symbol der Leiden der Zivilbevölkerung im Syrien-Krieg. Sandro Brotz, ein Journalist eines Schweizer Senders, hat jetzt den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad auf das Foto angesprochen. Dessen Reaktion: Das Foto sei „gefälscht“.

Das Interview des Schweizer Journalisten Sandro Brotz ist bereits am Dienstag aufgezeichnet und am Mittwochabend gekürzt ausgestrahlt worden.   

Brotz sagt demnach zu Assad: "Dieses Foto ist zum Symbol des Krieges geworden", und zieht das Foto von Omran aus seiner Tasche. Er zeigt es Assad und fragt, ob es etwas gebe, dass der Omran und seiner Familie sagen wolle. Der syrische Präsident gibt sich gelassen: "Damit wollte Al-Nusra in Aleppo ihr Image aufpolieren." Omran sei Teil der Propaganda der Weißhelme, keiner der Vorfälle sei echt.

„Was haben Sie in Syrien erreicht?“

Schon früher hatte Assad die freiwilligen Helfer in Verbindung mit der islamistischen Terrororganisation gebracht. Vor wenigen Wochen hatte er auf die Konfrontation mit der Tatsache, dass die Weißhelme den Alternativen Nobelpreis gewonnen hatten, lachend gesagt: „Was haben sie in Syrien erreicht?"

Der fünfjährige Omran war durch Aufnahmen bekannt geworden, die ihn nach einem Luftangriff - gerettet aus Trümmern - in einem Rettungswagen im syrischen Aleppo zeigen; blutig, voller Asche und Staub. Mitglieder der Such- und Rettungsaktion Weißhelme hatten ihn aus einem zerbombten Haus gerettet. Im August war das Foto um die Welt gegangen. Später berichtete ein Fotograf laut Bild.de, der Junge sei zurück bei seinen Eltern. Es gehe ihm besser. Auch seine Geschwister seien aus den Trümmern befreit worden, bevor das Gebäude eingestürzt sei.

Seit über fünf Jahren herrscht Bürgerkrieg in Syrien. Aleppo gehört zu den am meisten umkämpften Regionen, die Zivilbevölkerung leidet extrem. Vor dem Bürgerkrieg, der seit mehr als fünf Jahren tobt, war die Stadt eine quirlige Handelsmetropole, die Altstadt ist Weltkulturerbe. Davon ist kaum mehr etwas übrig. 4000 Schulen gab es vor dem Krieg, jetzt stehen noch 686.

Vergangenen Dienstag stoppten Syrien und Russland die Bombardierungen - vorerst. Kürzlich waren dort die heftigsten Luftangriffe seit Ausbruch des Krieges geflogen worden.

Erneut Luftangriffe: Bilder des Grauens in Aleppo

kf

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