Causa Kreidl: Staatsanwaltschaft will Anklage erheben

Causa Kreidl: Staatsanwaltschaft will Anklage erheben

Ex-Präsident meldet sich zu Wort

Russland gewährt Janukowitsch Schutz

+
Viktor Janukowitsch.

Moskau - Russland gewährt dem abgesetzten ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch Schutz auf seinem Territorium. Der meldet sich nun in russischen Medien zu Wort.

Russland gewährt dem abgesetzten ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch Schutz auf seinem Territorium. Dem Hilfsgesuch des Politikers sei entsprochen worden, meldeten mehrere Agenturen am Donnerstag unter Berufung auf Machtstrukturen. Seine Sicherheit werde gewährleistet.

Wo sich Janukowitsch aufhält, war unklar. Russische Medien berichteten, der Flüchtige befinde sich in einem Sanatorium vor den Toren Moskaus.

Nach dem Machtwechsel in Kiew hat die neue ukrainische Führung Janukowitsch zur Fahndung ausgeschrieben. Der Haftbefehl erging wegen Verdachts auf mehrfachen Mord, nachdem in Kiew bei blutigen Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitsbehörden und Demonstranten mehr als 80 Menschen getötet worden waren.

Janukowitsch war Ende vergangener Woche aus Kiew geflüchtet. Erstmals meldete er sich nun in einer über russische Staatsmedien verbreiteten Erklärung zu Wort. Er werde bedroht und halte sich weiter für den legitimen Präsidenten der Ukraine, teilte Janukowitsch mit.

Alle vom Parlament in Kiew gefassten Beschlüsse betrachte er als rechtswidrig. Die Oberste Rada hatte ihn per Beschluss abgesetzt. In Kiew sollte noch am Donnerstag eine neue Regierung von den Abgeordneten gewählt werden. Als Ministerpräsident ist der Politiker Arseni Jazenjuk vorgeschlagen. Die vorgezogene Präsidentenwahl ist für den 25. Mai angesetzt.

dpa

Auch interessant

Meistgelesen

Sachsens Ministerpräsident Tillich tritt zurück
Sachsens Ministerpräsident Tillich tritt zurück
#MeToo: Schwedische Ministerin prangert sexuelle Gewalt in der Politik an
#MeToo: Schwedische Ministerin prangert sexuelle Gewalt in der Politik an
Neues Kabinett: Eine Option schließt Lindner kategorisch aus
Neues Kabinett: Eine Option schließt Lindner kategorisch aus
Katalonien-Krise: Proteste gegen Aktivisten-Inhaftierung
Katalonien-Krise: Proteste gegen Aktivisten-Inhaftierung

Kommentare