"Schwierige Aufgabe"

Vogel verteidigt Münchner Gericht im Streit um Presseplätze

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Münchens ehemaliger Bürgermeister Hans-Jochen Vogel.

München - Im Streit über die Presseplätze beim NSU-Prozess hat der frühere SPD-Spitzenpolitiker Hans-Jochen Vogel um Verständnis für die Entscheidungen des Münchner Oberlandesgerichts (OLG) geworben.

Das Gericht habe eine schwierige Aufgabe zu lösen, sagte Vogel am Freitag im RBB-Inforadio. „Der einzige Punkt, der korrekturbedürftig war“, sei die Beteiligung türkischer Journalisten gewesen.

Vogel hatte die viel diskutierte Auslosung der Presseplätze am Montag als Zeuge beobachtet. Mehrere überregionale Medien waren dabei nicht zum Zuge gekommen und hatten das Gericht zum Teil heftig kritisiert.

Eine Videoübertragung der Verhandlung in einen Nebenraum, die mehrere Medien und Vertreter der Opfer gefordert hatten, hält Vogel grundsätzlich für möglich. „Die Diskussion ist angestoßen, und man soll sie weiter fortführen“, sagte der 87-Jährige. „Aber jetzt geht's um Schuld oder Unschuld.“

Der Mordprozess gegen die mutmaßliche rechtsextreme NSU-Terroristin Beate Zschäpe und vier Mitangeklagte soll am kommenden Montag beginnen.

dpa

Ab Montag berichten wir in unserem Live-Ticker vom NSU-Prozess.

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