Eine Chronologie

Vom Mauerfall bis zur deutschen Einheit

Tag der Deutschen Einheit
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In unserer Chronologie erhalten Sie einen Überblick über die Entwicklung vom Mauerfall bis zum Tag der Einheit.

Berlin (dpa) - Am 3. Oktober 2015 feierte Deutschland den 30. Jahrestag der Deutschen Einheit. Stationen der dramatischen Entwicklung vom Mauerfall bis zum Tag der Einheit:

9. November 1989

Günter Schabowski, Mitglied des SED-Politbüros, kündigt auf einer Pressekonferenz eher beiläufig an, die DDR werde umgehend die Grenzen öffnen. Nach 28 Jahren fällt die Mauer.

28. November

Bundeskanzler Helmut Kohl (CDU) legt im Bundestag einen Zehn-Punkte-Plan für die Wiedervereinigung vor. Dabei geht er noch davon aus, dass der Prozess fünf bis zehn Jahre beanspruchen würde.

10. Februar 1990

Kohl reist zum sowjetischen Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow nach Moskau. 

Zwei-plus-Vier-Verhandlungen

In Ottawa beschließen die Siegermächte des Zweiten Weltkrieges die Aufnahme von Zwei-plus-Vier-Verhandlungen mit beiden deutschen Staaten.

18. März

Erste freie Wahlen in der DDR. Klarer Sieger ist die konservative Allianz mit der CDU an der Spitze.

12. April

Die Volkskammer wählt Lothar de Maizière (CDU) zum Ministerpräsidenten. Er bildet eine große Koalition und will die Einheit so schnell wie möglich.

27. April

Unter Führung von DDR-Staatssekretär Günther Krause (Foto) und Bundesbankdirektor Hans Tietmeyer beginnen die offiziellen Gespräche zur Wirtschafts- und Währungsunion.

2. Mai

Bonn und Ost-Berlin einigen sich nach heftigen Debatten und Demonstrationen in der DDR auf eine Währungsumstellung von Löhnen, Gehältern und Renten im Verhältnis eins zu eins.

5. Mai

Auftakt der Zwei-plus-Vier-Gespräche. Die USA, Sowjetunion, Großbritannien und Frankreich verhandeln mit den beiden deutschen Staaten über außen- und sicherheitspolitische Aspekte.

18. Mai

BRD und DDR unterzeichnen den Staatsvertrag zur Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion.

1. Juli

Die Wirtschafts- und Währungsunion tritt in Kraft. Die DDR stellt auf D-Mark um. Die Personenkontrollen an der innerdeutschen Grenze fallen weg.

6. Juli

In Ost-Berlin beginnen die Beratungen über den zweiten Staatsvertrag, den Einigungsvertrag.

16. Juli

Kohl und Gorbatschow verkünden im Kaukasus den Durchbruch bei der Bündnisfrage. Deutschland bleibt nach der Vereinigung Nato-Mitglied. Sowjetische Truppen sollen aus Ostdeutschland abgezogen werden.

23. August 

Die Volkskammer beschließt den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik am 3. Oktober.

31. August

In Ost-Berlin wird der deutsch-deutsche Einigungsvertrag unterschrieben. Bundestag und Volkskammer billigen ihn am 20. September mit Zwei-Drittel-Mehrheiten.

12. September

Die USA, Sowjetunion, Großbritannien und Frankreich unterzeichnen in Moskau den „Vertrag über abschließende Regelung in Bezug auf Deutschland“. Kernpunkt: Deutschland erhält mit dem Tag der Vereinigung die volle Souveränität.

3. Oktober

Um 00.00 Uhr wird zu den Klängen des Deutschlandliedes vor dem Reichstagsgebäude in Berlin die schwarz-rot-goldene Flagge aufgezogen. Der Tag der Deutschen Einheit ist seitdem Feiertag.

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