Kritik am Bundespräsidenten

Kauder weist Gauck in die Schranken

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Volker Kauder (li.) kritisiert Joachim Gauck (re.).

Berlin - Joachim Gauck hat sich nach Meinung von Volker Kauder als Bundespräsident mit seiner Kritik am Wahlkampf zu weit aus dem Fenster gelehnt. Der CDU-Chef ist empört und macht seinem Unmut Luft.

Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) hat die Forderung von Bundespräsident Joachim Gauck nach Klarheit im Wahlkampf kritisiert. "Die Kritik des Bundespräsidenten ist für mich nicht nachvollziehbar", sagte Kauder der Zeitung „Passauer Neue Presse". In der Steuer- und Europa-Politik sowie beim Thema Schutz vor Kriminalität und Terrorismus lägen die Parteien zum Teil weit auseinander, argumentierte Kauder.

Der Bundespräsident hatte in einem Interview die Parteien zu einem inhaltlich profilierteren Wahlkampf aufgefordert. Mit Blick auf die sinkende Wahlbeteiligung warnte Gauck: „Wer heute auf Klarheit verzichtet, schafft Nichtwähler von morgen.“

Kauder erwiderte: „Ein Bundespräsident sollte sich auch mit der Bewertung eines Wahlkampfs zurückhalten, solange die demokratischen Spielregeln eingehalten werden.“

dpa

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