Nach blutigen Wahl-Unruhen

Bangladesch: Hasina als Premierministerin vereeidigt

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Shekh Hasina tritt ihre dritte Amtszeit als Premierministerin an.

Dhaka - Eine Woche nach der umstrittenen Parlamentswahl in Bangladesch, bei der sechs Menschen starben, ist Premierministerin Sheikh Hasina für eine dritte Amtszeit vereidigt worden.

Die Vorsitzende der siegreichen Awami League legte am Sonntag in der Hauptstadt Dhaka vor Staatspräsidenten Abdul Hamid den Amtseid ab. Auch die 48 Mitglieder ihres Kabinetts wurden bei der live im Fernsehen übertragenen Zeremonie im Präsidentenpalast in Gegenwart von rund tausend Beamten, Offizieren, Abgeordneten und Diplomaten vereidigt.

Für Sheikh Hasina ist es die dritte Amtszeit an der Spitze des südasiatischen Landes. Ihre Partei hatte bei der Parlamentswahl am 5. Januar 80 Prozent der Sitze gewonnen. Hasina beharrt darauf, dass die Wahl legitim war, obwohl sie praktisch von der gesamten Opposition boykottiert wurde. Der Wahl voraus gingen Proteste der oppositionellen Bangladesh National Party (BNP) unter Führung der zweimaligen Premierministerin Khaleda Zia, die immer wieder zu blutigen Zusammenstößen führten. Auch der Tag der Abstimmung war von Gewalt geprägt.

Grund für den Boykott der Abstimmung war eine Änderung des Wahlsystems, die Hasina gegen den Widerstand der Opposition durchgedrückt hatte. Seit der Wahl wurden laut der Polizei mehr als tausend Oppositionsaktivisten festgenommen. Aus Protest gegen die Wahl hat die BNP zu einer Blockade der Verkehrswege aufgerufen. Zia, die nach der Wahl de facto unter Hausarrest gestellt worden war, durfte am Sonntag erstmals wieder ihr Haus verlassen. Die Opposition ebenso wie ausländische Staaten fordern, den Urnengang zu wiederholen.

afp

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