Wahl in Berlin läuft schleppend an

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Auch Bundespräsident Christian Wulff und seine Frau Bettina geben in einem Wahllokal in Berlin ihre Stimmen zur Wahl des Abgeordnetenhauses ab.

Berlin - In Berlin haben am Sonntag die Wahlen zum Abgeordnetenhaus und den Bezirksparlamenten begonnen. Es zeichnet sich eine vergleichsweise geringe Wahlbeteiligung ab.

Bei wechselhaftem Wetter mit teilweise heftigem Regen gaben bis 12.00 Uhr lediglich 19,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme ab, teilte die Landeswahlleiterin Petra Michaelis-Merzbach am Sonntag mit. Damit lag die Beteiligung zu diesem Zeitpunkt um 3,2 Prozentpunkte niedriger als bei der Wahl 2006 (22,3 Prozent). Die höchste Beteiligung gab es im Bezirk Steglitz-Zehlendorf mit 22 Prozent, die niedrigste in Friedrichshain-Kreuzberg mit 16,6 Prozent. Nach Angaben von Polizei und Landeswahlleitung verlief der Auftakt am Vormittag ohne Zwischenfälle.

Alle Meinungsumfragen sagen einen klaren Sieg für die SPD mit dem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit voraus. Eine Fortsetzung der Koalition mit der Partei Die Linke ist allerdings unwahrscheinlich. Die Grünen könnten hingegen mit ihrer Spitzenkandidatin Renate Künast deutlich zulegen und Regierungspartner der SPD werden. Eine Koalition der SPD mit der CDU gilt hingegen als wenig wahrscheinlich. Fraglich ist der Wiedereinzug der FDP, die in den Umfragen unter 5 Prozent lag. Neu ins Parlament könnte hingegen die Piratenpartei kommen.

Bis 18.00 Uhr sind die 1736 Wahllokale in 78 Wahlkreisen in der Hauptstadt geöffnet. Rund 2,47 Millionen Wahlberechtigte sind dazu aufgerufen, über die mindestens 130 Sitze im Landesparlament zu entscheiden. Parallel zur Abgeordnetenhauswahl werden auch die zwölf Berliner Bezirksparlamente gewählt, die die Bezirksbürgermeister bestimmen.

dpa

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