"Katastrophe für die Union"

Waigel: CSU sollte nicht gegen CDU in den Wahlkampf ziehen

+
Ex-Finanzminister Theo Waigel hat der CSU dringend von einem Wahlkampf gegen die CDU abgeraten.

Augsburg - Der CSU-Ehrenvorsitzende und frühere Bundesfinanzminister Theo Waigel hat seine Partei davor gewarnt, im Bundestagswahlkampf auf Distanz zur Schwesterpartei CDU zu gehen.

 Dies würde der Union insgesamt mehr schaden als nutzen, sagte Waigel der „Augsburger Allgemeinen“ (Donnerstag). „CDU und CSU würden sich in einem solchen Wahlkampf viel stärker streiten, als sich mit SPD, Grünen, Linken und der AfD auseinanderzusetzen.“

Der frühere CSU-Chef ergänzte: „Es wäre auch nicht gut, wenn es nicht zu einem gemeinsamen Spitzenkandidaten oder einer Spitzenkandidatin käme.“ Eine bundesweite Ausdehnung der CSU wäre „eine Katastrophe für die Union“.

Einem „Spiegel“-Bericht zufolge erwägt die CSU einen eigenständigen Wahlkampf. Dass die Partei Wählerpotenzial über die Grenzen Bayerns hinaus hat, belegt eine Umfrage des Instituts infratest dimap für die ARD-Reportage-Reihe „#Beckmann“. Demnach gab fast die Hälfte der befragten Wahlberechtigten (45 Prozent) an, sie fände eine bundesweite Wählbarkeit der Christsozialen „gut“.

dpa

Auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Terroralarm in London: Vier weitere Festnahmen - eine Frau angeschossen
Terroralarm in London: Vier weitere Festnahmen - eine Frau angeschossen
Trump warnt in Nordkorea-Krise vor „großem, großem Konflikt“
Trump warnt in Nordkorea-Krise vor „großem, großem Konflikt“
Anerkannte Flüchtlinge sollen bayerische Asylunterkünfte verlassen
Anerkannte Flüchtlinge sollen bayerische Asylunterkünfte verlassen
Umfragen zur Bundestagswahl: AfD fällt hinter die Linke zurück
Umfragen zur Bundestagswahl: AfD fällt hinter die Linke zurück

Kommentare