Proteste in Skopje

Warnung vor Krieg in Mazedonien

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Berlin - Die Krise in Mazedonien könnte sich zu einem neuen Krieg auf dem Balkan entwickeln. Nach Protesten in der Hauptstadt gibt es große Unruhen in dem Staat.

Diese Ansicht vertrat der Präsident der deutsch-mazedonischen Gesellschaft und frühere Staatssekretär im Verteidigungsministerium, Walter Kolbow (SPD), in der „Saarbrücker Zeitung“ (Dienstag). „Das kann leicht zu einem Flächenbrand werden“, warnte Kolbow.

Regierungschef Nikola Gruevski versuche, sich durch das Schüren ethnischer Auseinandersetzungen an der Macht zu halten. Dadurch sei die Gefahr eines neuen Balkankriegs groß. „Das ist eine Lunte, die nicht nur glimmt, sondern bereits brennt.“

Kolbow erinnerte an die Polizeiaktion mit 22 Toten vor knapp einer Woche in Kumanovo. Vieles spreche nach seiner Ansicht dafür, „dass das eine inszenierte Aktion der Regierung gegen angebliche albanische Separatisten war, der Versuch, einen kleinen Krieg anzuzetteln, um von der Korruption im eigenen Bereich abzulenken“.

dpa

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