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Stromtrassen

Wegen Ultimatum: Seehofer attackiert Gabriel

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Horst Seehofer.

München - Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer hat verärgert auf das Stromtrassen-Ultimatum von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel reagiert.

Die Forderung des SPD-Vorsitzenden, Bayern müsse sich schnell für den Bau von Stromtrassen entscheiden, sei „amüsant“ und „sehr eigenartig“, sagte der CSU-Chef der Zeitung „Die Welt“ (Dienstag). „Das noch mit dem Argument zu garnieren, Bayern bekomme sonst höhere Strompreise, kann sich Sigmar Gabriel wirklich schenken. Das ist eine Drohkulisse außerhalb jeder fachlichen Realität - und verstärkt in der bayerischen Bevölkerung eher noch den Widerstand gegen neue Gleichstromtrassen“, sagte Seehofer.

Gabriel und er hätten vereinbart, dass Bayern einen Energiedialog mit den Bürgern über Ersatzkraftwerke und Stromtrassen führe. „Ende Februar legen wir in Bayern unsere Haltung fest und setzen uns dann mit der Bundesregierung zusammen“, sagte der Ministerpräsident.

Wenn 2022 das letzte Atomkraftwerk abgeschaltet werde, müssten 60 Prozent der Stromversorgung durch konventionelle Kraftwerke sichergestellt werden. Welche das seien, sei „für Versorgungssicherheit und Strompreise im Industrieland Deutschland viel entscheidender als die Frage, ob eine oder zwei oder drei Stromtrassen gebaut werden“, sagte Seehofer. „Auf die Bayern einzuklopfen, weil die angeblich nicht wissen, was sie wollen, ist ein durchschaubares Manöver.“

dpa

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