Wegen Wahlparty: Neue Vorwürfe gegen Wulff

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Nach seiner Wahl im Juli 2010 applaudieren der neue Bundespräsident Christian Wulff (2.v.l.) und dessen Frau Bettina (l.) im Reichstagsgebäude in Berlin dem ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler (Mitte, r.) neben dessen Frau Eva Luise.

München - Gegen Bundespräsident Christian Wulff werden nun Vorwürfe der Vorteilsannahme unmittelbar nach seiner Wahl zum Bundespräsidenten laut. Es geht um den Verdacht der Vorteilsnahme. Mehr:

Wie die “Süddeutsche Zeitung“ am Mittwoch und das Magazin “Stern“ in seiner neuesten Ausgabe berichten, bat Wulff den Eventmanager Manfred Schmidt, am Abend des 30. Juni 2010 etwa 80 Gäste zu einer Party in Berlin einzuladen. Die Kosten der Veranstaltung habe Schmidt getragen, Wulff selbst sei zu der Feier erschienen.

Royaler Besuch auf Schloss Bellevue

Royaler Besuch auf Schloss Bellevue

“Wenn Wulff bestimmen kann, wer eingeladen wird, ist das natürlich ein Vorteil“, sagte Staatsrechtler Hans Herbert von Arnim dem “Stern“. Hier liege ein Verdacht der Vorteilsannahme vor.

Gegen Schmidt und Wulffs früheren Sprecher Olaf Glaeseker ermittelt die Staatsanwaltschaft Hannover wegen Bestechlichkeit und Bestechung. Hintergrund dafür ist Sponsorenwerbung für das von Schmidt veranstaltete private Wirtschaftstreffen “Nord-Süd-Dialog“.

dapd/

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