Westerwelle bietet Ägypten deutsche Hilfe an

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Außenminister Guido Westerwelle (l., FDP) spricht am Donnerstag in Kairo in Ägypten mit seinem ägyptischen Amtskollegen Ahmed Abul Gheit.

Kairo - Außenminister Guido Westerwelle hat Ägypten großzügige deutsche Hilfe auf dem weiteren Weg zur Demokratie versprochen. Zugleich teilte er mit, dass alle Reisebeschränkungen aufgehoben wurden.

Deutschland wolle dabei helfen, dass die “demokratische Revolution aus wirklich erfolgreich für alle Menschen in Ägypten ist“, sagte Westerwelle am Donnerstag bei seinem ersten Besuch in Kairo nach dem Sturz des ägyptischen Präsidenten Husni Mubarak.

Der Außenminister teilte zugleich mit, dass alle Reisebeschränkungen des Auswärtigen Amtes für Ägypten aufgehoben wurden. Normalerweise reisen etwa 1,3 Millionen deutsche Touristen pro Jahr in das arabische Land. Wegen der Unruhen war der Tourismus komplett eingebrochen.

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Der ägyptische Außenminister Ahmed Abul Gheit bezeichnete den Demokratisierungsprozess seines Landes als unumkehrbar. Er versprach auch, dass alle politischen Gefangenen “demnächst“ freigelassen werden. Auf einen genauen Termin für freie Wahlen legte er sich nicht fest. Die derzeitige Militärregierung hat aber versprochen, nach dem Sturz Mubaraks innerhalb von sechs Monaten Wahlen abzuhalten.

Auf dem Programm Westerwelles standen auch Gespräche mit Vertretern der Opposition. Geplant ist auch eine Begegnung mit dem Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Mussa. Begleitet wird der Außenminister von Entwicklungsminister Dirk Niebel. In den vergangenen Tagen waren bereits mehrere andere europäische Spitzenpolitiker in Kairo zu Besuch. Den Auftakt machte der britische Premierminister David Cameron, gefolgt von der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton.

dpa

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