Westerwelle: Gespräch mit Muslimbruder ermutigend

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Westerwelle traft sich in Kairo mit Parteichef Mohammed Morsi

Kairo - Außenminister Guido Westerwelle ist bei seinem Ägypten-Besuch erneut für mehr Offenheit und Respekt gegenüber islamisch-demokratischen Kräften eingetreten.

Ein Gespräch mit dem Vorsitzenden der Partei für Freiheit und Gerechtigkeit, die aus der Muslimbruderschaft hervorgegangen ist, bezeichnete er am Dienstag als ermutigend. Parteichef Mohammed Morsi habe ein klares Bekenntnis zu Pluralität und Friedenswahrung insbesondere gegenüber Israel abgegeben. “Aber natürlich werden wir unsere Gesprächspartner an den Worten und dann vor allen Dingen an den Taten messen.“

Die Partei für Freiheit und Gerechtigkeit ist mit 47 Prozent der Sitze die mit Abstand stärkste Kraft im neu gewählten ägyptischen Parlament. Die radikal-islamischen Salafisten stellen ein Viertel der Parlamentarier. Die christliche Minderheit ist im Parlament dagegen deutlich unterrepräsentiert.

Bilder von Westerwelles Nahost-Reise

Außenminister Guido Westerwelle ist am Sonntag zu mehrtägigen Reisen in den Nahen Osten aufgebrochen. Die Stationen Westerwelles sind Ägypten, Jordanien, Israel und die Palästinensergebiete. © dpa
Außenminister Guido Westerwelle bei seiner Ankunft in Kairo © dapd
Ein Gespräch mit dem Vorsitzenden der Partei für Freiheit und Gerechtigkeit, die aus der Muslimbruderschaft hervorgegangen ist, bezeichnete Westerwelle als ermutigend. © dapd
Parteichef Mohammed Morsi habe ein klares Bekenntnis zu Pluralität und Friedenswahrung insbesondere gegenüber Israel abgegeben. © dapd
Westerwelle im Gespräch mit seinem ägyptischen Amtkollegen Mohamed Kamel Amr © dpa
Am zweiten Tag seines Ägypten-Besuchs traf Westerwelle unter anderen den Vorsitzenden des regierenden Militärrats, Mohammed Hussein Tantawi. © dpa
Der ägyptische Feldmarschall Mohamed Hussein Tantawi ist der zur Zeit mächtigste Mann in Ägypten © dpa
Der aus 18 hochrangigen Offizieren bestehende Militärrat hatte nach dem Sturz des langjährigen Präsidenten Husni Mubarak vor einem Jahr für eine Übergangszeit die Macht in Ägypten übernommen. © dpa
Der Feldmarschall habe versichert, am Fahrplan zur Umsetzung des Demokratisierungsprozesses festzuhalten, hieß es. © dpa
Es blieb auch noch Zeit für eine Führung durch das Koptische Viertel in Kairo © dapd
Es blieb auch noch Zeit für eine Führung durch das Koptische Viertel in Kairo © dapd
Es blieb auch noch Zeit für eine Führung durch das Koptische Viertel in Kairo © dpa
Es blieb auch noch Zeit für eine Führung durch das Koptische Viertel in Kairo © dapd
Guido Westerwelle in einem Hotel in Kairo bei einem Interviewtermin. © dapd
Guido Westerwelle in einem Hotel in Kairo bei einem Interviewtermin. © dapd
Am Montag hatte ich der deutsche Außenminister in der Hauptstadt des Haschemitischen Königreichs Jordanien, Amman, mit dem jordanischen Ministerpräsidenten Aun Schaukat al-Chasauneh getroffen.  © dpa

Am zweiten Tag seines Ägypten-Besuchs traf Westerwelle unter anderen den Vorsitzenden des regierenden Militärrats, Mohammed Hussein Tantawi. Der Feldmarschall habe versichert, am Fahrplan zur Umsetzung des Demokratisierungsprozesses festzuhalten, hieß es anschließend aus Teilnehmerkreisen. Dazu zählen Präsidentschaftswahlen Ende Juni. Der aus 18 hochrangigen Offizieren bestehende Militärrat hatte nach dem Sturz des langjährigen Präsidenten Husni Mubarak vor einem Jahr für eine Übergangszeit die Macht in Ägypten übernommen.

Am Abend reist Westerwelle nach Israel weiter. Am Mittwoch will er auch die palästinensischen Gebiete besuchen. Der FDP-Politiker hatte seine fünftägige Nahostreise am Sonntag in Jordanien begonnen.

dpa

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