Westerwelle: Keine Polizeitruppen nach Tunesien

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Außenminister Guido Westerwelle zu Besuch in Tunesien: Gespräch mit Permierminister Mohamed Ghannouchi.

Berlin - Außenminister Guido Westerwelle hält nichts von dem Vorschlag aus Italien, Polizeikräfte aus EU-Ländern zur Bewältigung der Massenflucht nach Tunesien zu entsenden.

Solche Überlegungen würden die Souveränität Tunesiens infrage zu stellen, sagte Westerwelle am Montag in Berlin.

“Die beste Antwort auf die Flüchtlingsströme ist, dafür zu sorgen, dass die Menschen nicht aus Not und Armut das eigene Land verlassen“, betonte er. Westerwelle sagte Tunesien dafür Hilfe zu. Als Beispiel nannte er die Förderung von Investitionen in dem Land und die Öffnung der EU-Märkte für Produkte aus Tunesien.

Seit dem Sturz des tunesischen Präsidenten Zine el Abidine Ben Ali werden in dem nordafrikanischen Land kaum mehr die Grenzen kontrolliert. Die Folge ist ein stark anschwellender Strom von Migranten nach Europa. In den vergangenen fünf Tagen waren mehr als 5000 Tunesier auf der Insel Lampedusa angekommen.

dpa

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