Westerwelle will Druck auf Gaddafi erhöhen

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Will den Druck auf Muammar al-Gaddafi erhöhen: Außenminister Guido Westerwelle

Rom - Während sich die internationale lybische Kontaktgruppe bei einem Treffen in Rom um politische Lösungen bemühen will, drängt Außenminister Guido Westerwelle zur Erhöhung des öffentlich Drucks gegen Machthaber Muammar al-Gaddafi.  

Libyen-Kontaktgruppe sucht nach politischer Lösung Rom (dpa) - Die internationale Libyen-Kontaktgruppe will die Suche nach einer politischen Lösung für das nordafrikanische Land vorantreiben. Außenminister Guido Westerwelle (FDP) forderte zu Beginn eines Treffens am Donnerstag in Rom, den “politischen Druck“ auf das Regime von Machthaber Muammar al-Gaddafi anzuziehen.

Bei der Tagung geht es auch um eine bessere Koordinierung der humanitären Hilfe. An den Beratungen nehmen die Vertreter von insgesamt 40 Staaten und internationalen Organisationen teil. Dazu gehören auch die Außenminister aus den USA, Frankreich und Großbritannien sowie der Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Mussa. Die meisten Mitglieder der Kontaktgruppe sind auch am Militäreinsatz in Libyen beteiligt.

Militärschlag gegen Libyen: Die Bilder

Deutschland lehnt eine Mitwirkung weiterhin ab. Westerwelle verteidigte die deutsche Haltung: “Man sieht ja mehr und mehr, dass eine politische Lösung notwendig ist. Die Grenzen des Militärischen sind sichtbar.“ Zugleich äußerte er die Hoffnung, dass die Tötung des Terroristenführers Osama bin Laden auch im Nahen Osten Fortschritte bringen könnte. “Die Tatsache, dass Bin Laden sein blutiges Handwerk nicht fortsetzen kann, bietet eine Chance für mehr Dynamik in einem politischen Prozess.“

US-Außenministerin Hillary Clinton hat den Abgang des libyschen Machthabers Muammar al Gaddafi als den besten Schutz für die libysche Bevölkerung bezeichnet. Sie rief Gaddafi auf, seine “rücksichtslosen und brutalen Angriffe auf die Zivilbevölkerung“ einzustellen, seine Truppen aus den belagerten Städten abzuziehen und die Macht abzugeben. Clinton äußerte sich nach einem Gespräch mit dem italienischen Außenminister Franco Frattini im Vorfeld des Treffens der Libyenkontaktgruppe in Rom.

dpa/dapd

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