Wikileaks bringt Gysi in Bedrängnis

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Die Krawatte lockern musste Gregor Gysi sicher, als er von den neuesten Wikileaks-Enthüllungen las.

Berlin - Nach anderen Spitzenpolitikern muss jetzt auch Linke-Fraktionschef Gregor Gysi mit Unannehmlichkeiten durch Wikileaks-Enthüllungen rechnen.

Demnach soll die offizielle Forderung seiner Partei nach Abschaffung der NATO nur vorgeschoben sein, wie der “Spiegel“ am Wochenende unter Berufung auf die Dokumente berichtete. Dies habe Gysi im Gespräch mit US-Botschafter Philip Murphy den Dokumenten zufolge “gesellig und in Plauderlaune“ gesagt. Auf diese Weise könne der gefährlichere Ruf nach einem Rückzug Deutschlands aus dem Bündnis verhindert werden, habe Gysi hinzugefügt.Für eine Auflösung der NATO sei ja die Zustimmung der USA, Frankreichs und Großbritanniens nötig. Und das sei unrealistisch, wird Gysi weiter zitiert.

Offizielle Linie der Linken ist bisher die Forderung nach einem Ersatz des Bündnisses durch ein Sicherheitssystem unter Einbeziehung Russlands. Laut Nachrichtenmagazin befürchten die Realos der Partei nun, dass die Fundis in den eigenen Reihen wieder auf Deutschlands Austritt aus der Allianz drängen.

Gysi kann sich nach “Spiegel“-Informationen an den Wortlaut des Gesprächs nicht erinnern, vermutet aber Übersetzungsfehler, da “das Gespräch auf Deutsch geführt wurde“.

dapd

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