Nach Email-Skandal

Wikileaks veröffentlicht Aufnahmen aus innerem Demokraten-Kreis

+
Während des Parteitags der Demokraten hat Wikileaks weitere Internas der Partei veröffentlicht.

Philadelphia - Nach dem Wirbel um die Veröffentlichung interne E-Mails der US-Demokraten hat die Plattform Wikileaks Tonbandaufnahmen der Partei veröffentlicht.

Das Enthüllungsportal stellte am Mittwoch (Ortszeit) über den Internetdienst Twitter Links zu insgesamt 29 Aufnahmen bereit, die offenbar erneut direkt von den Servern des Netzwerks des Demokratischen Nationalkomitees (DNC), also der zentralen Parteileitung, gehackt wurden.

Wikileaks schritt damit nur wenige Stunden, bevor US-Präsident Barack Obama auf dem Parteitag der Demokraten in Philadelphia seine Rede zur Unterstützung der Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton hielt, zur Tat. In einer der Aufnahmen ist eine nicht identifizierte Clinton-Anhängerin zu hören, die mit ihrem Parteiaustritt droht, sollten die Demokraten Clintons einstigen internen Rivalen Bernie Sanders weiterhin derart "verhätscheln".

Die Partei müsse aufhören, sich für Sanders "ein Bein auszureißen", denn dieser sei "kein Demokrat" und denkbar ungeeignet als Präsidentschaftskandidat, ist die Frau zu hören. Unklar blieb, an wen sie sich mit ihren Äußerungen wandte.

Clinton war am Dienstag offiziell zur Präsidentschaftskandidatin der Demokraten gekürt worden. Im Vorfeld des Nominierungsparteitags hatte Wikileaks bereits mit der Veröffentlichung von 19.000 parteiinternen E-Mails für Streit bei den Demokraten gesorgt. Diese sollen eine Voreingenommenheit der Parteiführung gegenüber Sanders belegen.

AFP

auch interessant

Mehr zum Thema:

Meistgelesen

Trump liebt Deutschland - und warnt BMW
Trump liebt Deutschland - und warnt BMW
US-Presse sagt Donald Trump den Kampf an
US-Presse sagt Donald Trump den Kampf an
Panzertruppe der Bundeswehr bricht nach Litauen auf
Panzertruppe der Bundeswehr bricht nach Litauen auf
Kontrollen in Kölner Silvesternacht: Geheim-Bericht mit neuer Brisanz
Kontrollen in Kölner Silvesternacht: Geheim-Bericht mit neuer Brisanz

Kommentare