Wikileaks: Ohrfeige für Ahmadinedschad

Teheran - Iraniens Präsident Mahmud Ahmadinedschad soll vom Kommandeur der Revolutionsgarde geohrfeigt worden sein. Das hat die Internet-Enthüllungsplattform Wikileaks jetzt enthüllt.

Der Sprecher der Revolutionsgarden, Ramezan Sharif, wies dies jedoch am Samstag zurück. Wikileaks-Leute nutzten ihren Ruf, den sie mit ihren Informationen gewonnen hätten, um falsche Geschichten zu erfinden, sagte Sharif der Nachrichtenagentur Fars. Einige der Enthüllungen über die USA könnten wahr sein, aber es gebe auch Falschinformationen.

Das iranische Waffenarsenal

Das iranische Waffenarsenal

Die spanische Zeitung “El País“ hatte am Donnerstag berichtet, zu dem Eklat um Ahmadinedschad sei es Anfang dieses Jahres bei einer Sitzung des Obersten Rates für Nationale Sicherheit in Teheran gekommen. Im Iran herrschten damals aufgrund der Proteste gegen den Wahlsieg von Ahmadinedschad im Juni 2009 starke politische Spannungen.

Bei der Sitzung habe der Staatschef überraschend vorgeschlagen, den Bürgern mehr Freiheiten zu gewähren, heißt es in einer Depesche, die die US-Botschaft in Aserbaidschan laut Wikileaks nach Washington schickte. Der Kommandeur der Revolutionsgarde, Mohammed Ali Dschafari, sei darüber so in Wut geraten, dass er den Präsidenten angeschrien habe: “Du liegst falsch. Du hast uns die Sache eingebrockt, und jetzt verlangst Du auch noch Pressefreiheit.“ Dann habe er dem Staatschef eine Ohrfeige versetzt. Dies habe einen solchen Tumult ausgelöst, dass die Sitzung abgebrochen worden sei.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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