UN wollen Sanktionen gegen Laurent Gbagbo

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Freiwillig geht er nicht: Laurent Gbagbo

New York - Seit Monaten weigert sich Laurent Gbagbo, der abgewählte Präsident der Elfenbeinküste, die Macht an seinen rechtmäßigen Nachfolger abzugeben. Jetzt fordern die UN Sanktionen:

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Als Reaktion auf die eskalierende Gewalt im westafrikanischen Staat Elfenbeinküste will der Weltsicherheitsrat Sanktionen gegen die Führung in Abidjan verhängen. Frankreich und Nigeria legten dem UN-Gremium am Freitag einen Resolutionsentwurf vor. Dessen Sanktionen richten sich nur gegen den abgewählten Präsidenten Laurent Gbagbo und vier seiner engsten Mitarbeiter, erläuterte der französische UN-Botschafter Gérard Araud in New York.

Die Staatschefs der westafrikanischen Staatengemeinschaft Ecowas hatten zuvor bei ihrem Gipfeltreffen ein stärkeres UN-Engagement im Machtkonflikt im Staat Elfenbeinküste gefordert.

 “Der Resolutionsentwurf fordert Ggagbo auf, endlich zu gehen, die Gewalt gegen Zivilisten einzustellen und den Einsatz schwerer Geschütze zu stoppen“, sagte Araud nach einer Sitzung des Rates zu der Lage in Elfenbeinküste. Das 15-Länder-Gremium wird sich laut Araud in der kommenden Woche eingehend mit den Sanktionen befassen. Von Seiten der deutschen UN-Botschaft wurde die Initiative begrüßt. Berlin sei sehr besorgt über die humanitäre Situation ganz besonders in der Hauptstadt Abidjan.

Nach UN-Schätzungen sind bereits eine Million Menschen vor dem Konflikt geflohen, die meisten aus Abidjan. Die Stadt ist eines der Zentren der Auseinandersetzungen zwischen den Anhängern Gbagbos und des von der internationalen Gemeinschaft unterstützten Alassane Ouattara. Der frühere Oppositionspolitiker hatte die Präsidentenwahlen Ende November 2010 gewonnen, kann das Amt aber nicht antreten, weil Gbagbo selbst den Wahlsieg beansprucht.

dpa

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