Wulffs Mailbox-Drohung: „Bild“ will Wortlaut veröffentlichen

Berlin - Die „Bild“-Zeitung will die umstrittenen Äußerungen von Bundespräsident Christian Wulff auf der Mailbox von „Bild“-Chefredakteur Kai Diekmann veröffentlichen.

Diekmann bat den Bundespräsidenten deshalb am Donnerstag schriftlich, diesem Schritt zuzustimmen.

„Wir möchten dies nicht ohne Ihre Zustimmung tun und bitten Sie deshalb im Sinne der von Ihnen angesprochenen Transparenz um Ihr Einverständnis zur Veröffentlichung.“ Eine Reaktion des Präsidialamtes lag noch nicht vor.

Die Zeitung widersprach nach einem Bericht des Deutschlandfunks der Aussage Wulffs, er habe mit seinem Anruf bei Chefredakteur Kai Diekmann eine Berichterstattung zu seiner umstrittenen Hausfinanzierung nur verschieben, aber nicht verhindern wollen.

Nach dem jüngsten ARD-Deutschlandtrend meinen nur noch 47 Prozent, dass Wulff im Amt bleiben kann. Damit verlor das Staatsoberhaupt seit Wochenbeginn kontinuierlich an Zustimmung.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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