1. tz
  2. Politik

YouTuber interviewen Merkel  - so schlugen sich die jungen Fragesteller

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Vanessa Fonth

Kommentare

Am Mittwochnachmittag gab Angela Merkel vier followerstarken Video-Bloggern ein Live-Interview auf YouTube. Alle vier Einzelinterviews können Sie hier nachlesen.

17.00 Uhr: In unserem Überblick finden Sie die wichtigsten Aussagen der Kanzlerin in den vier Einzelinterviews noch einmal zusammengefasst.

14.52 Uhr: Das Interview ist in voller Länge auf YouTube. Wer es verpasst hat, kann es sich hier noch einmal ansehen.

14.32 Uhr: Das Interview ist damit beendet. Nach gemeinsamen Fotos mit den YouTubern geht es für die Kanzlerin weiter auf den nächsten Termin. Wie nach einer Sportveranstaltung werden jetzt die vier Fragesteller interviewt, wie sie das Interview empfunden haben. 

Mirko Drotschmann (MrWissen2go) fragt Merkel zu den Themen Flüchtlingen, Islamisierung und Türkei

14.30 Uhr: Persönliche Frage von Mirko: Wie schaffen Sie es bei so vielen Terminen bei klarem Verstand zu bleiben. Merkel: Meine persönliche Konstitution. Manchmal bin ich aber auch einfach müde.

14.28 Uhr: Seitenhieb von Merkel auf Erdogan: Bei uns im Land werden Konflikte mit Worten gelöst, nicht mit Gewalt. Die Kanzlerin fordert alle, die sich verfolgt oder bedroht fühlen auf, sich bei den Behörden zu melden.

14.26 Uhr: Rascher Themenwechsel zu AirBerlin Pleite. Merkel: Der Steuerzahler wird diese Pleite nicht bezahlen. 

Merkel fügte hinzu, dass sich die Bundesregierung den Überbrückungskredit "sehr gut überlegt" habe. "Wir müssen das ja auch in Brüssel genehmigen lassen", sagte sie. Doch nach dem Insolvenzantrag von Air Berlin "zehntausende Reisende jetzt jeden Tag da irgendwo im Stich" zu lassen, "das wäre, glaube ich, nicht angemessen gewesen".

14.24 Uhr: Die Kanzlerin glaubt nicht an eine schleichende Islamisierung in Deutschland. Merkel: Keine Religion kann übermächtig werden.

Mirko Drotschmann (MrWissen2Go) im vierten Teil des Interviews mit Angela Merkel.14.23 Uhr: Auch die Flüchtlings-Thematik steht auf dem Fragenkatalog von Mirko. Merkel: Flüchtlingslager in Jordanien haben wir besser ausgestattet, den Schleppern müssen wir das Handwerk legen. „Wir können uns nicht nur auf uns selbst konzentrieren, sondern müssen auch schauen, dass die Menschen um uns herum auch ein Auskommen haben.“

null
Mirko Drotschmann (MrWissen2Go) im vierten Teil des Interviews mit Angela Merkel. © Screenshot YouTube

14.20 Uhr: Tweets wie die von Donald Trump an den nordkoreanischen Machthaber, kritisiert Merkel. „Wir müssen mit der Sprache vorsichtig sein.“ Wenn es nötig ist, dann ruft

14.19 Uhr: Müssen wir Angst haben vor einem dritten Weltkrieg? Nein, antwortet Merkel. Es gibt keine militärische Lösung für den Nordkorea-Konflikt. Es gab Telefonate, der Sicherheitsrat fährt eine gemeinsame Linie. Keine Kriegsgefahr.

14.18 Uhr: Nicht mehr miteinander zu reden, sei keine Option, sagt Merkel

14.16 Uhr: Inhaftierte deutsche Staatsbürger in der Türkei, Merkel hatte angekündigt alles zu tun, bisher ist nichts passiert. Merkel: Haben Zugang bekommen, aber es ist auch für uns extrem unzufriedenstellend. Die Beziehungen sind in einem schwierigen Fahrwasser, es wird weitere Einschränkungen geben.

14.15 Uhr: Mirko Drotschmann fragt im vierten Block des Interviews. Das Thema Tükei verspricht am Spannendsten zu werden. 

Ischtar Isik interviewt Merkel: Thema Hasskommentare und junge Wähler

14.11 Uhr: Wie geht die Kanzlerin mit Hasskommentaren um? Merkel: Empfinde Hass als Zeichen von Unfähigkeit. Nehme das daher nicht so ernst. Wer nichts weiter kann, als abfällige Kommentare zu machen, der disqualifiziert sich. Ich bin oft traurig und erschüttert darüber, was oft geschrieben wird. 

Fauxpas der Kanzlerin: Ischtar Isik gesteht nach dem Fragenteil, das es ihr erstes Interview gewesen ist. Merkel fragt nach: „Das war ihr allererstes Interview? Sonst machen sie immer nur Selbstdarstellung?“

Ischtar Isik und Angela Merkel.14.10 Uhr: Merkel rechnet mit 50 Prozent zusammen mit einem Koalitionspartner bei der Bundestagswahl.

null
Ischtar Isik und Angela Merkel. © Screenshot YouTube

14.09 Uhr: Wie kämpft die Kanzlerin gegen Sexismus innerhalb der Parteien? Merkel: Toleriere keine sexistischen Kommentare. Weiblich assoziierte Themen wie Familie und Soziales ernst nehmen.

14.05 Uhr: Warum eine Beauty-YouTuberin Merkel interviewen darf, sorgte im Vorfeld für Kritik. Doch auch sie und ihre Fans gehen wählen, sagt Ischtar. Merkel soll für Politik-Unerfahrene ihre Punkte zusammenfassen. „Jeder Mensch kann die Informationsangebote wahrnehmen“. Auch jede Friseurin und Kosmetikerin. Konkrete Punkte nennt Merkel allerdings nicht. Ischtar verweist auf den Zeitmangel, als sie eigentlich nachhaken sollte.

14.04 Uhr: 2013 haben viele junge Leute gar nicht gewählt. Merkel: Wir schreiben unsere Regierungsprogramme verständlich. Die vielen Seiten sind trotzdem für viele abstoßend.

14.02 Uhr: Der dritte Themenblock: Erstwähler und junge Menschen fühlen sich von den Parteien nicht mehr vertreten. Wahlprogramme sind zu kompliziert. Junge Leute sind in der Politik kaum präsent. Es fragt die YouTuberin Ischtar Isik.

Interview mit Merkel: AlexiBexi zum Thema Auto und Technik

14.00 Uhr: Die Kanzlerin sorgt sich um die Automobilindustrie. Kaum ein Bereich bekommt so viele Fördergelder für Forschung. Doch andere Länder könnten uns bald überholen. Zitat Merkel: „Da müssen wir mit der Automobilindustrie sprechen“.

13.58 Uhr: Am Ende kommen zwei persönliche Fragen: Das Lieblingsemoji der Kanzlerin ist ein Smiley mit einem Herzchen. Wenn die Kanzlerin ein T-Shirt bedrucken würde, würde sie eine Meereswelle als Motiv wählen. 

Die Kanzlerin mit YouTuber AlexiBexi.13.56 Uhr: Wenige und versteckte Ladeplätze - wie soll das in Zukunft weitergehen? Merkel: Straßenlaternen mit Ladestationen ausstatten, Anschlüsse in Parkhäusern - in dem Bereich muss noch viel passieren. Sie selbst habe gerade ein Paket dazu auf den Weg gebracht. 

null
Die Kanzlerin mit YouTuber AlexiBexi. © Screenshot YouTube

13.53 Uhr: Merkel korrigiert: Sie habe die Aussage die E-Autoquote bis 2020 nicht zurückgenommen, sondern korrigiert, da das so schnell nicht umsetzbar sein soll. Sie selbst fährt ein gepanzertes Auto, das gebe es noch nicht als Elektro-Version.

13.50 Uhr: Viel Vertrauen wurde in der Sache verspielt, wie kann die Kanzlerin für Veränderungen garantieren? Mit Realtests sollen die Abgaskontrollen künftig genauer werden, meint Merkel. 

Kleiner Fauxpas: Alexander fragte Merkel, ob sie diese Realkontrollen so vornehmen würde. Antwort Merkel: Nicht ich persönlich, in meinem jetzigen Amt. 

13.48 Uhr: Nach Diesel-Affäre, Diesel-Gipfel - soll Deutschland zukünftig noch Auto-Nation sein? Merkel will den Autobauern die Last von den Schultern nehmen die Fehler zu beheben. Die Bundesbürger sollen aber auch nicht auf den Kosten sitzen bleiben.

13.47 Uhr: Alexander Böhm (AlexiBexi) ist als nächstes an der Reihe. Unter anderem soll es um die Diesel-Affäre gehen.

13.46 Uhr: Nachbesprechung: Die Moderatoren stellen ausgewählte Kommentare vor. Merkel kann sich noch einmal dazu äußern.

Interview mit Merkel: Lisa Sophia (Itscoleslaw) mit den Themen Armut und Bildung

13.44 Uhr: Damit ist der erste Interview-Block vorbei. 

13.43 Uhr: Was sind die wichtigsten drei Qualifikationen, die man nach der Schule haben sollte? Merkel: Zu lernen wie man lernt und praktische Tätigkeiten - die gibt es allerdings zu wenig momentan.

13.42 Uhr: In der Diskussion mit Angela Merkel schlägt sich Lisa Sophie gut. Sie pariert und weist die Kanzlerin auch mal zurecht, wenn sie ihrer Meinung nach eine Frage falsch aufgefasst hat.

Angela Merkel und Lisa Sophie.
13.39 Uhr:
Die Nein-Stimme von Merkel zur Ehe für alle, beschäftigt viele junge Menschen. Die Kanzlerin verteidigt ihre Haltung, gibt aber zu bedenken, dass sie es war, die die Abstimmung ermöglicht hat.

null
Angela Merkel und Lisa Sophie. © Screenshot YouTube

13.37 Uhr: Wie kann man junge Menschen motivieren, trotzdem solche Berufe zu ergreifen? Merkel: Wer mit Menschen arbeiten will, wird das trotzdem tun.

13.36 Uhr: Stichwort Gehaltsunterschiede, viele von Lisa Sophies jungen Fans haben ihr geschrieben, dass sie sehr wenig in ihren Berufen wie z.B. Pflege verdienen. „Da müssen wir besser werden“, meint Merkel. 

13.34 Uhr: Merkel verweist in ihrer Antwort auf die halbierten Arbeitslosigkeiten, dem Rechtsanspruch auf Kita-Plätze und weitere Maßnahmen um mehr Teilhabe von sozialschwachen Familien zu ermöglichen. Merkel räumt ein: „Es ist nicht alles so wie wir uns das wünschen.“

13.34 Uhr: Lisa Sophie steigt mit einer wenig kritischen Frage ein: „Nur 14 Prozent der Deutschen haben das Gefühl in einem gerechten Deutschland zu leben - was sagen Sie dazu, Frau Kanzlerin?“

13.32 Uhr: Lisa Sophie beginnt mit ihrem Interview. Ein kurzer Einspieler soll die Zuschauer auf die Fragen einstimmen. Es geht um das Thema Arm und Reich.

Interview mit Merkel: Reißerisches Intro

13.31 Uhr: Mit einem Intro, das von der musikalischen Aufmachung an das RTL-Dschungelcamp erinnert, startet das Interview. moderiert von zwei YouTubern, die die Kommentare während des Interviews im Blick behalten wollen. 

13.27 Uhr: Erste Kritik an der sogenannten Pre-Show vor dem Interview.

13.20 Uhr: Die YouTuber melden sich bereits zu Wort. Sie seien aufgeregt und die Kanzlerin noch in der Maske. Noch zehn Minuten bis zum Beginn des Interviews

13.09 Uhr: In wenigen Minuten geht es los. Im Livestream bekommen die Zuschauer einen ersten Eindruck, was hinter den Kulissen so los ist. 

Vor dem Interview: YouTuber werben fleißig

10.34 Uhr: Das Interview mit Kanzlerin Angela Merkel in Berlin steht kurz bevor, die YouTuber rühren schon fleißig die Werbetrommel in den sozialen Medien. 

09.51 Uhr: Nicht jeder Auftritt bringt Kanzlerin Merkel die gewünschte positive Aufmerksamkeit: Beim CDU-Wahlkampf-Auftakt am Montag in Hessen wurde Kanzlerin Angela Merkel (CDU) massiv ausgebuht und ausgepfiffen.

Youtuber interviewen Merkel - der Livestream

Interview mit Merkel: Die YouTuber im Kurzportrait

Vier YouTuber interviewen Angela Merkel. Die von einer Produktionsfirma ausgesuchten Kandidaten sind gut gewählt: zwei junge Frauen, zwei junge Männer, die über die Internet-Videoplattform jeweils Hunderttausende junge Leute - darunter sicher zahlreiche Erstwähler - erreichen. Dazu kommt: Jeder hat eine eigene Zielgruppe, die vier setzen auf unterschiedliche Themen.

*merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

vf mit Material von dpa/Video: Glomex

Auch interessant

Kommentare