So viel linksextreme Gewalt wie noch nie in Bayern

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Verfassungsschutzbericht vorgestellt: Innenminister Joachim Herrmann.

München - Die Zahl linksextremistischer Gewalttaten ist in Bayern deutlich gestiegen und hat im vergangenen Jahr einen neuen Rekord erreicht.

So zählten die bayerischen Behörden 2010 insgesamt 172 linke Gewalttaten - im Jahr 2009 waren es noch 127. Das geht aus dem neuen Verfassungsschutzbericht hervor, den Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Donnerstag in München vorlegte. Er sprach von einem “deutlichen Alarmzeichen für unsere Demokratie“.

Die Zahl rechtsextremistischer Gewalttaten nahm leicht von 53 auf 58 zu. Aber auch darunter seien “schwerste Gewaltakte“, betonte Herrmann. Und auch 58 Gewalttaten von Rechtsextremen seien “viel zu viel“. Allein 120 der 172 linksextremen Gewalttaten waren nach Angaben Herrmanns bewusst gegen Polizeibeamte gerichtet. Diese Gewalt gegen den Staat und seine Institutionen werde oft strategisch vorbereitet.

Der Hass gegen Polizisten und die Aggressivität der Täter nehme immer mehr zu. “Die menschenverachtende Haltung ist bei linken wie rechten Gewalttätern die gleiche“, sagte Herrmann.

dpa

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