Zapfenstreich: Wulff wüscht sich Musikzugabe

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Angeblich wünscht sich Christian Wulff zu seiner Verabschiedung ein zusätzliches Musikstück.

Berlin - Kann Ex-Bundespräsident Christian Wulff noch immer nicht genug bekommen? Laut eines Zeitungsberichts soll er sich zu seiner Verabschiedung am Donnerstag ein zusätzliches Musikstück wünschen.

Wie die "Bild"-Zeitung am Dienstagmorgen berichtet, soll es in der Bundeswehr Ärger um den Zapfenstreich für Ex-Bundespräsident Christian Wulff am kommenden Donnerstag geben. Laut der Zeitung wünscht Wulff sich vier Musikstücke, üblich sollen nur drei sein. Bei ehemaligen ranghohen Soldaten soll der Wunsch für Unmut sorgen, weil man eine solche Ehrung für nicht angebracht halte.

Dass vier Lieder bei einem Zapfenstreich aber doch nicht so ungewöhnlich sind, bestätigt ein Sprecher des Bundespräsidialamtes. Denn das Zeremoniell um die Verabschiedung schließt eine Serenade ein. "Und eine Serenade besteht aus vier Musikstücken", bestätigt der Sprecher.

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Das Bundespräsidialamt gab unterdessen bekannt, welche Lieder beim Großen Zapfenstreich gespielt werden. Das Stabsmusikkorps der Bundeswehr spielt zunächst den „Alexandermarsch“ von Andreas Leonhardt, dann „Over The Rainbow“ von Harold Arlen, „Da berühren sich Himmel und Erde“ von Christoph Lehmann und die Ode„An die Freude“ von Ludwig van Beethoven. Zum Abschluss erklingt die Nationalhymne.

Ursprünglich war berichtet worden, Wulff wolle den Titel „Ebony and Ivory“ beim Zapfenstreich hören. „Bild.de“ berichtete aber, das Stabsmusikkorps habe dagegen Bedenken erhoben, weil der Titel sich nur schwer auf der Trompete spielen lasse.

Unterdessen häufen sich die Absagen für den Großen Zapfenstreich am Donnerstag. Laut eines Berichts der "Welt" werden alle noch lebenden Vorgänger Wulff der militärischen Zeremonie im Park von Schloss Bellevue fernbleiben. Richard von Weizsäcker, Roman Herzog, Horst Köhler und Walter Scheel hätten sich gegen eine Teilnahme entschieden, berichtet die Zeitung unter Berufung auf die Büros der Ex-Präsidenten.

Auch SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier werde sich vertreten lassen, schreibt die „Welt“. SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles sagte, ihr sei „niemand bekannt, der aus der SPD-Führung daran teilnimmt“.

lot/dpa

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