Kabinettsbeschluss

Zwei neue Asyl-Einrichtungen in Grenznähe

Gmund - Die Flüchtlingszahlen steigen weiter. Nun sollen in Bayern in Grenznähe neue Aufnahmeeinrichtungen geschaffen werden - für solche Asylbewerber, deren Anträge wohl keine Erfolgsaussicht haben.

Angesichts der enorm gestiegenen Flüchtlingszahlen will Bayern möglichst in Grenznähe sehr schnell zwei neue Aufnahmeeinrichtungen schaffen: und zwar nur für solche Asylbewerber, deren Anträge voraussichtlich keine Aussicht auf Erfolg haben.

Dorthin sollen Menschen aus sogenannten sicheren Herkunftsstaaten sowie aus Albanien, dem Kosovo und Montenegro mit nur „geringer Bleibewahrscheinlichkeit“ gebracht werden. Das beschloss das Kabinett am Montag auf seiner Klausur in St. Quirin am Tegernsee. Dort sollen alle zuständigen Behörden zusammenarbeiten, um die Verfahren schnell abwickeln zu können. Man wolle nicht in Monaten, sondern in Tagen, maximal in Wochen Klarheit haben, sagte Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU). Der Vorstoß sei mit dem Bund abgestimmt, hieß es.

Bundespolizei Rosenheim registriert am Wochenende 570 neue Flüchtlinge

Derweil hat am Wochenende allein die Bundespolizei in Rosenheim 570 Flüchtlinge registriert. Die meisten von ihnen kamen aus Afrika mit Schiffen über das Mittelmeer und von der italienischen Küste in Fernreisezügen über Österreich nach Deutschland. Sie wurden in einer Turnhalle der Bundespolizei behelfsmäßig untergebracht und versorgt, ehe sie nach der Registrierung zur Erstaufnahmeeinrichtung nach München gebracht wurden.

Unter den Flüchtlingen aus nahezu 20 Ländern sind auch rund 20 Minderjährige, die ohne Eltern oder Verwandte nach Deutschland kamen. Das Jugendamt wurde eingeschaltet, wie Polizeisprecher Rainer Scharf am Montag berichtete. Die Inspektion Rosenheim der Bundespolizei ist vom Berchtesgadener Land bis zur Bodenseeregion für 650 Kilometer Grenze und mehr als tausend Bahnkilometer samt 200 Bahnhöfen zuständig.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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