Zypries fordert  Abschaltung alter Atomreaktoren

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Bundesjustizministerin Brigitte Zypries

Berlin - Bundesjustizministerin Brigitte Zypries ( SPD ) hat sich gegen längere Laufzeiten von alten Atomkraftwerken ausgesprochen.

Längere Laufzeiten seien "nicht nur energiepolitisch falsch, sondern aus Gründen nationaler Sicherheit schlicht unverantwortlich", sagte sie am Mittwoch anlässlich einer Tagung zur Energie- und Wasserwirtschaft in Berlin .

Betrachte man die Statistiken aus den vergangenen Jahren, zeige sich eindeutig, dass die Störanfälligkeit der Reaktoren mit dem Alter zunehme. "Hinzu kommt, dass gerade die alten Anlagen den geringsten Schutz gegen Flugzeugabstürze oder terroristische Angriffe aus der Luft bieten", sagte sie in einer Mitteilung. Deshalb müssten die sieben ältesten Reaktoren schnellstmöglich abgeschaltet werden.

Im Juni 2000 hatten die damalige rot-grüne Bundesregierung und die Energiewirtschaft einen Fahrplan für den Atomausstieg beschlossen. Demnach sollen alle Kernkraftwerke schrittweise abgeschaltete werden, die ältesten zuerst. Mit der Novelle des Atomgesetzes ist der Ausstieg seit 2002 festgeschrieben.

Die Union hatte sich im Koalitionsvertrag mit der SPD verpflichtet, in der laufenden Wahlperiode nicht an dem Atomausstieg zu rütteln. Allerdings gehen die Haltungen im Bundestagswahlkampf wieder auseinander. CDU / CSU und FDP meinen, ohne Atomstrom könne Deutschland seine ehrgeizigen Klimaschutzziele nicht erreichen. SPD , Grüne und Die Linke weisen das zurück.

dpa

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