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Bis zu 100.000 Euro Strafe: So viel müssen betrunkene Flug-Passagiere zahlen

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"Was möchten Sie trinken?" - Bei vielen Airlines gibt es auch alkoholische Getränke während des Flugs kostenlos. Aber angetrunkene Gäste können zur Gefahr werden.

Sie pöbeln, graben die Flugbegleiter und Mitreisende an, und im schlimmsten Fall randalieren sie sogar: Betrunkene Fluggäste können eine Qual für Fluggäste und das Kabinenpersonal sein. Daher schreiten manche Airlines im Notfall auch ein.

Ein Martini gegen die Flugangst, Sekt für den Ibiza-Urlaub oder ein kaltes Bier auf dem Weg nach Sylt - Alkohol ist auf Flügen nichts Besonderes. Aber wann ist genug? Und was passiert, wenn ein Fluggast es mit dem Trinken übertreibt?

Promille-Grenze für Passagiere?

"Jeder reagiert anders auf Alkohol", sagt Carola Scheffler vom Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL). "Manche Gäste werden schon nach einem Bier auffällig", bestätigt Ali Genc von Turkish Airlines. Deshalb gibt es bei den meisten Airlines keine festgelegte Promille-Grenze für die Passagiere. Allerdings beobachtet das Flugpersonal seine Gäste schon vor Abflug besonders aufmerksam. Betrunkene Gäste können bereits in der Warteschlange abgewiesen werden, sagt Steffi Jarosch von Ryanair.

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Wird ein angetrunkener Passagier an Bord zur Gefahr für sich selbst oder andere, greift das Kabinenpersonal ein. "Erstmal bemüht sich die Crew, den Passagier zu beruhigen", sagt Scheffler. Das Flugpersonal hat Taktiken, mit betrunkenen Passagieren umzugehen. Das kann schon eine einfache Maßnahme sein: Bei Turkish Airlines wird dem Fluggast zum Beispiel Kaffee angeboten, sagt Genc.

Betrunken an Bord: Strafen bis zu 100.000 Euro

Schlagen diese Methoden fehl, muss der Kapitän einschreiten. Er hat die oberste Entscheidungsgewalt und kann bestimmten, ob die Maschine einen Zwischenstopp einlegt, um den randalierenden Passagier abzusetzen. "Das kann teuer werden", warnt der Reiserechtler Paul Degott. Ein Zwischenstopp kostet den betrunkenen Fluggast leicht 100 000 Euro. Weil der Fluggast gegen die Luftsicherheitsvorschriften verstößt, erwartet ihn beim Zwischenstopp die Polizei. Im Ausland gelten fremde Gesetze und Strafen - "es kommt schon vor, dass randalierende Passagiere ins Gefängnis müssen", erklärt Degott.

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Das ist bei den meisten Airlines allerdings eine Ausnahmesituation. Lufthansa zum Beispiel legt wegen betrunkenen Passagieren so gut wie nie Zwischenstopps ein, bestätigt Sprecherin Anja Lindenstein. Auch Air Berlin tut dies nach eigenen Angaben äußerst selten.

Gibt es eine "Black List" für betrunkene Passagiere?

Flugverbote auf Lebenszeit gibt es meistens nicht. Turkish Airlines hat keine "schwarze Liste", also eine permanente Sperrung für betrunkene Gäste. Und Anja Lindenstein von der Lufthansa sagt zumindest: "Eine schwarze Liste ist mir nicht bekannt". Bei Air Berlin sieht es anders aus: "Air Berlin kann Fluggästen auch für weitere Flüge die Beförderung verweigern", sagt Janina Mollenhauer. Sie ergänzt: "Dabei handelt es sich jedoch um Einzelfälle".

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dpa

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Mit diesen Tricks bleibt der Platz im Flugzeug neben ihnen möglicherweise frei: Wählen Sie einen Sitzplatz links - die rechte Seite ist im Flugzeug die beliebtere. Am unattraktivsten ist zudem der Gangplatz im hinteren Drittel des Flugzeugs, nämlich Sitzplatz 19C. Vermeiden Sie die Reihen sechs und sieben, diese Plätze sind bei Reisenden beliebt. Außerdem gilt: Seien Sie schnell. © pixabay
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Beim Start und der Landung werden die Lichter im Flugzeug ausgeschaltet. Dies stellt eine Vorsichtsmaßnahme dar: Die Beleuchtung wird an die äußere Umgebung angepasst, damit sich die Augen der Passagiere und der Crew an die Dunkelheit gewöhnen und im Ernstfall eine bessere Orientierung und Sicht haben. © pixabay
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An Flughäfen kommen täglich tausende Reisende aus der ganzen Welt an. Die Anzahl an Keimen ist daher besonders hoch. Waschen Sie sich also auf Flughafen-Toiletten besonders gut die Hände. © pixabay
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Jedes Flugzeugfenster hat ein kleines Loch: Es stellt eine Art Entlüftungsventil dar und sorgt dafür, dass die Luft im Steigflug heraus- und im Sinkflug hineinströmen kann. Dadurch wird im Flugzeug der richtige Luftdruck aufrecht erhalten. © pixabay
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Ein Fehler, den viele Menschen nach der Flugbuchung machen: Sie informieren sich nicht weiter über mögliche Änderungen. So kann man oftmals Geld sparen. © pixabay
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Kennen Sie den Begriff "Boeing Belly"? Getränke mit viel Kohlensäure können im Flugzeug Blähungen auslösen. Schuld daran sind die Druckverhältnisse in der Luft. © iStock/ddub3429
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Fensterläden im Flugzeug sind bei Start und Landung offen: Denn die Crew muss im Notfall freie Sicht nach draußen haben. © pixabay
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Durch den Druck in der Kabine verändern sich unsere Geschmacksnerven leicht. Dadurch schmeckt uns auch Tomatensaft hoch über den Wolken besser: Die Säure der Tomaten wird nicht so stark wahrgenommen. © iStock/rebius
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Wenn Sie abergläubisch sind, haben Sie Glück: Sie werden in einem Flugzeug niemals die Sitzreihe 13 antreffen. Manche Fluggesellschaften vermeiden auch noch Reihe 17, da diese Zahl in einigen Ländern ebenfalls als Unglückszahl angesehen wird. © pixabay
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Piloten dürfen während des Fluges nicht das Gleiche essen: Das ist zwar keine offizielle Regelung, wird aber von Piloten gerade auf Langstreckenflügen berücksichtigt. Der Grund: Um einer möglichen Lebensmittelvergiftung vorzubeugen, wird verschiedenes Essen serviert. © dpa
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Dass Tomatensaft an Bord besser schmeckt, haben Forscher am Fraunhofer-Institut nachweisen können. Der Grund: In einem Flugzeug nehmen die Geschmacksnerven wegen des anderen Luftdrucks und der geringeren Luftfeuchtigkeit anders wahr. © dpa
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Durch verschiedene Faktoren schmeckt das Essen im Flugzeug hoch oben in der Luft tatsächlich besser. Unter anderem liegt das am Geräuschpegel und dem Luftdruck, der unsere Geschmacksnerven verändert. © pixabay

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