Mit dem Auto nach Italien: So wird die Reise ein echter Hit

Mit dem Auto nach Italien: Warum nicht mal der Gardasee?
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Mit dem Auto nach Italien: Warum nicht mal der Gardasee?

Damals, in den 50ern und 60ern war es das absolute Highlight, mit dem Auto in den Urlaub zu fahren. Eines der Lieblingsziele der Deutschen war auch damals schon Italien.

Die Reise selber gestaltete sich jedoch längst nicht so einfach wie heute. Das Wort “Brenner” lässt auch heute noch so manchen erschaudern. In den 70ern und 80ern wurden Flüge erschwinglicher und viele Urlauber stiegen auf die deutlich bequemere Art des Verreisens um.

Und heute? Sogenannte “Road Trips” sind wieder in, egal ob im klimatisierten Kombi plus Wohnwagen oder mit dem voll ausgestatteten Wohnmobil. Die Gründe für diesen Trend sind vielfältig. Viele Menschen möchten aufgrund der Umweltbelastung aufs Fliegen verzichten, andere plagt die Flugangst.

Besonders aus dem Süden Deutschlands dauert die Reise zu den beliebtesten Urlaubszielen in Italien lediglich ein paar Stunden. Aber auch diese möchte man so bequem und stressfrei wie möglich gestalten.

Was gibt es also zu beachten und wie sollte so eine Reise vorbereitet werden?

Wichtige Reisevorbereitungen

Während in Deutschland die Autobahnen (noch) kostenfrei sind, bitten sowohl Österreich als auch Italien zur Kasse. Die A8 Richtung Innsbruck kann beispielsweise nur bis kurz vor Kufstein ohne "Pickerl" befahren werden. Für Österreich ist es daher möglich, bereits auf deutschem Boden eine Mautplakette zu erwerben. Die Gebühren in Italien werden vor Ort bezahlt und richten sich unter anderem nach der gefahrenen Strecke.

Was braucht man noch?

  • Verpflegung - Nervennahrung braucht nicht nur der Fahrer. Gekühlte Getränke und Snacks fürs Auto möglichst auch solche, die den Blutzuckerspiegel rasch in die Höhe treiben, um die Konzentration zu fördern sind ratsam. Für viele ist auch eine ordentliche Brotzeit teil der Wegzehrung. Diese kann dann entweder auf einem idyllischen Rastplatz in frischer Bergluft genossen oder im schlimmsten Fall im Brennerstau ausgepackt werden.
  • Zeitvertreib - Vor allem Reisen mit Kindern stehen und fallen mit dem Entertainment. Sind die Kinder beschäftigt, entspannen auch die Eltern. Egal ob Reisespiele, Malbücher oder Lego, die Auswahl ist groß. Natürlich gibt es auch für das heißgeliebte Tablet oder Smartphone viele spannenden Spiele. Diese können teilweise sogar offline gespielt werden. Auch für Erwachsene ist die Auswahl hier vielfältig. Egal ob Denkspiele, Sprachlern-Apps oder Online Casinos, in allen Bereichen gibt es stetig neue Anbieter, die eine schier endlose Auswahl zur Verfügung stellen. Grundsätzlich gilt beim Smartphone: Den eigenen Tarif beachten, denn das Internetvolumen kann im Ausland anders berechnet werden.
  • Ruhezeiten - laut Experten sollte man ca. alle zwei Stunden eine kleine Pause einlegen. Egal ob man sich nur schnell die Füße vertritt oder eine längere Kaffeepause einlegt, nach einem kurzen Stopp fährt es sich gleich viel konzentrierter. Für ungeübte Fahrer oder bei sehr langen Strecken empfiehlt sich auch eine Übernachtung auf halbem Weg. Unpersönliche Autobahnraststätten sind hier längst nicht mehr die einzige verfügbare Option. Heutzutage laden schöne Gasthäuser entlang der gängigsten Routen zum kurzen Verweilen und Energietanken ein.
  • Für den Notfall - die Mehrzahl der Reisenden kommt ohne nennenswerte Zwischenfälle an ihrem Reiseziel an. Jedoch sollte man für alle Eventualitäten gewappnet sein. Es empfiehlt sich, alle wichtigen Papiere griffbereit im Handschuhfach aufzubewahren. Dazu gehören neben dem Personalausweis auch Rufnummern von zu kontaktierenden Personen, Medikamentenpässe (hier reicht auch ein gut leserlicher Zettel in der Geldbörse) und Versicherungsunterlagen. Um dem totalen Chaos bei Verlust der Unterlagen vorzubeugen, kann man diese auch abfotografieren und in einer Cloud allezeit abrufbereit ablegen.

Grundsätzlich ist es vorteilhaft, wenn zwei Fahrer für die Strecke zur Verfügung stehen. So kann die Fahrt aufgeteilt werden und bei Unwohlsein oder Müdigkeit einfach getauscht werden.

Die Route planen

Die Wegstrecke zu planen ist heutzutage wesentlich einfacher, als noch vor 20 Jahren. Heute ist es nicht mehr notwendig, unzählige Straßenkarten quer im Wohnzimmer zu verteilen und die einzelnen Routen zu notieren. Der Beifahrer wird nur noch in den seltensten Fällen zum Copilot ernannt und reicht meist nur noch Erfrischungen oder entscheidet über die Musikauswahl. Italien und der Rest der Welt lässt sich heutzutage ganz einfach mit dem Navigationssystem oder auch dem Smartphone ansteuern. Dennoch kann es sinnvoll sein, sich nicht gänzlich auf die moderne Technik zu verlassen. Viele entscheiden sich aus Nostalgiegründen sogar gezielt gegen den Einsatz des Navis.

Hier einige Routenvorschläge im Überblick:

  • Gardasee – Bis zur Riva del Garda sind es von München aus 411 Kilometer. Also knapp sechs Stunden, falls alles gut geht. Die Reise beginnt auf der A8 Richtung Innsbruck. Richtung Rosenheim wird auf die A93 abgefahren und dann Kufstein passiert. Hinter der italienischen Grenze geht es auf die A22 bis zur Ausfahrt Garda Nord. Bei der Ausfahrt handelt es sich um einen Kreisel, bei dem die vierte Ausfahrt genutzt wird, um weiter auf der A22 richtung Riva Del Garda zu fahren. Nun geht es weiter auf einer Staatsstraße, der Strada Statale 240. Es müssen mehrere Kreisel passiert werden, bis das Ziel endlich erreicht ist.
  • Sizilien - hier handelt es sich um eine deutlich längere Strecke, doch auch diese ist mit der richtigen Planung kein Problem. Es gibt mehrere Routen durch den Norden Italiens, hier sollte überlegt werden, welche einem am meisten liegt: Brennerpass, A22, A1 Richtung Neapel, E45 Richtung Reggio di Calabria oder E45 Abfahrt Villa San Giovanni. Von hier kann die Fähre genommen werden kann. Problematisch ist die Fahrt durch den Süden Italiens, da viele Straßen aktuell neu gebaut werden und somit oft nur einspurig befahren werden können. Es empfiehlt sich daher, mit der Fähre den Süden zu umschiffen. Einmal angekommen, bietet Sizilien ein perfektes Urlaubsziel.

Wichtige Fakten zu Italien

  • Verkehr Die italienische Maut wurde in diesem Artikel bereits erwähnt, aber auch die Verkehrsregeln können von Land zu Land variieren. So muss zum Beispiel tagsüber auf Autobahnen und außerhalb geschlossener Ortschaften entweder das Abblendlicht oder Tagfahrleuchten eingeschaltet sein. Bußgelder sind oft deutlich höher, zudem müssen Ausländer sie fast immer direkt bezahlen.
  • Restaurants - in Italien wird aufgrund der hohen Temperaturen später gegessen. In Restaurants gilt es als äußerst unhöflich, den erstbesten freien Tisch anzusteuern. Der Kellner weist Gästen einen Tisch zu. Es gilt außerdem: Eine Rechnung pro Tisch, das getrennte Zahlen wird nicht gerne gesehen und ist häufig auch nicht möglich.
  • Einkaufen - hier sollten sich Urlauber nicht wundern, wenn sie sich wie beim Arbeitsamt vorkommen. Denn in vielen kleinen Geschäften mit Kassenbedienung werden heute Nummern gezogen und jeder wartet, bis er an der Reihe ist.
  • Rauchen - wie in Deutschland auch, gilt in öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften und Restaurants ein strenges Rauchverbot.
  • Strand - zum Umziehen sollten ausschließlich die Umkleidekabinen genutzt werden, sofern diese vorhanden sind.

Fazit – gut geplant mit dem Wagen in den Urlaub

Bevor die Fahrt angetreten wird, sollte auch Fahrtüchtigkeit des eigenen Fahrzeugs überprüft werden. Viele Werkstätten bieten hierfür eigens Urlaubschecks an. Hat das Auto oder Wohnmobil die Inspektion überstanden, steht einer Fahrt nach Bella Italia nichts mehr im Wege.

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