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Camping ohne Campingplatz: Diese Fehler können richtig teuer werden

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Von: Ines Alberti

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Teilweise kann Wildcampen in Deutschland richtig teuer werden.
Ungestört in der Natur übernachten: Das ist nicht überall in Deutschland erlaubt. Teilweise kann Wildcampen richtig teuer werden. © picture alliance/PiNCAMP / Adobe Stock/PiNCAMP powered by ADAC/obs

Camping-Urlaub in Deutschland: Wer in der freien Natur übernachten will, muss aufpassen. Beim Wildcampen ist nicht alles erlaubt.  

Frankfurt – Was früher der klassische DDR-Urlaub war, kommt heute wieder in Mode: Camping boomt gerade, auch wegen Corona. Egal ob unterwegs mit dem Wohnmobil, dem Zelt oder nur einem Schlafsack – Urlaub direkt in der Natur kann sehr entspannend sein. Jedenfalls, wenn man sich an die Regeln hält. Denn auch wenn in Deutschland per Gesetz jeder das Recht hat, freie Landschaft zur Erholung zu betreten, dürfen Camper nämlich nicht wie etwa in Schweden überall ihre Zelte aufschlagen. Wo ist Camping erlaubt?

Wildcampen in Deutschland: Was ist mit dem Wohnwagen erlaubt?

Wer mit Wohnmobil oder Caravan unterwegs ist, für den ist die Antwort recht simpel: Gecampt werden darf auf ausgewiesenen Campingplätzen. Einfach an einem schönen Ort zu parken und dort das Lager aufzuschlagen, ist verboten und kann ortsweise bis zu 5000 Euro Strafe kosten, beispielsweise wenn man sich in Naturschutzgebieten niederlässt.

Welche Art von Wildcampen erlaubt ist: Eine Übernachtung zur „Wiederherstellung der Fahrtüchtigkeit“. Dabei ist aber wichtig: Das ist nur einmalig für eine Dauer von etwa zehn Stunden erlaubt und Camper dürfen sich nicht häuslich einrichten, indem sie etwa einen Campingtisch oder Grill aufstellen oder die Markise des Wohnwagens ausfahren. Beim Parken sind natürlich die Regeln der Straßenverkehrsordnung zu beachten.

Eine Alternative zum Wildcamping mit Wohnwagen oder ähnlichem bieten sogenannte Pop-up Camps. Weitläufige, ungenutzte Flächen werden für kurze Zeit zum Camping vermietet, ohne den Luxus eines Campingplatzes.

Wildcampen in Deutschland: Wo darf man in der Natur zelten?

Für Camper, die mit dem Zelt unterwegs sind, sieht die Rechtslage etwas anders aus. Grundsätzlich geben Landes- und Bundesgesetze Aufschluss darüber, wo in der Natur übernachtet werden darf. Das kann demnach von Land zu Land und sogar von Gemeinde zu Gemeinde anders sein. Wer wildcampen möchte und die Route vorher plant, sollte sich also vorab über die jeweiligen Orte informieren. Ein Zelt im Wald aufzuschlagen ist jedoch in Deutschland generell verboten.

Außerdem ist wildes Zelten laut bussgeldkatalog.org in Naturschutzgebieten, Naturreservoirs, Nationalparks, Landschaftsschutzgebieten sowie landschaftlichen Nutzflächen wie Äckern und Feldern verboten. Auch Flächen in Privatbesitz sind nicht zum Campen freigegeben, es sei denn, man hat die Erlaubnis des Eigentümers eingeholt. Wildes Camping in Jagdregionen, Küstendünen und auf Strandwällen ist ebenfalls nicht erlaubt.

Wildcampen in Deutschland: Camping in der Natur auf Trekkingplätzen

Wer auf Nummer sicher gehen und kein Bußgeld durch Wildcampen riskieren will, kann Trekkingplätze nutzen, beispielsweise über Trekking-Eifel oder Wildes Schleswig-Holstein. Das sind ausgewiesene Plätze, an denen Zelten in der Natur erlaubt ist, die aber ohne den Schnickschnack eines Campingplatzes auskommen und auch nur wenige Camper zulassen.

Außerdem gibt es einige AirBnB-ähnliche Anbieter, die ihr Grundstück zum Camping zur Verfügung stellen, teils gegen einen kleinen Obolus, teils sogar gratis. Anbieter sind beispielsweise My Cabin oder Campspace.

Wildcampen ohne Wohnmobil und Zelt in Deutschland: Biwakieren

Am einfachsten haben es Reisende, die „biwakieren“, also nur mit Schlafsack und Isomatte unterwegs sind und sich keinen Unterschlupf aufbauen. Das Dach über dem Kopf macht bei dieser Art von Wildcampen den Unterschied. Zum Biwakieren gibt es im Gesetz laut Bergfreunde.de keine ausdrückliche Regelung.

Wer zum ersten Mal Campen geht, kann allerdings einiges falsch machen. Sieben typische Camping-Anfängerfehler gilt es zu vermeiden. (Von Ines Alberti) *fnp.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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