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Lockdown in Österreich: Maßnahmen machen Urlaub bis in den Dezember hinein unmöglich

Österreich hat nun endgültig den Corona-Lockdown beschlossen. Damit sind Reisen bis Anfang Dezember so gut wie unmöglich. Was Sie beachten müssen.

Österreich-Shutdown kommt Urlaubsverbot gleich: verschärfte Regelungen bis in den Dezember hinein

Update vom 16. November: Österreich hat wie erwartet die Corona-Maßnahmen verschärft. Nachdem die Infektionszahlen trotz des Teil-Lockdowns, der seit dem 3. November gilt, nicht maßgeblich gesunken sind, hat Österreichs Kanzler Sebastian Kurz am Samstag den kompletten Shutdown verkündet. Folgende Regeln gelten unter anderem ab dem 17. November:

  • Hotels und Beherbergungsbetriebe sind für Touristen geschlossen – nur in Ausnahmefällen, insbesondere aus beruflichen Zwecken dürfen sie genutzt werden.
  • Gastronomiebetriebe bleiben geschlossen – die Abholung von Speisen ist zwischen 6 und 19 Uhr erlaubt. Lieferservice ist den ganzen Tag über möglich.
  • Im ganzen öffentlichen Raum ist ein Mindestabstand von einem Meter zu anderen Personen einzuhalten, die nicht dem eigenen Hausstand angehören. In öffentlichen, geschlossenen Räumen gilt der Mindestabstand und eine Maskenpflicht.
  • Im öffentlichen Verkehr gelten der Mindestabstand und die Maskenpflicht. Seilbahnen, Gondeln und Aufstiegshilfen sind für Freizeitzwecke geschlossen.
  • Es gilt eine Ausgangssperre von 0 Uhr bis 24 Uhr. Einzige Ausnahmen sind Deckung der notwendigen Grundbedürfnisse des täglichen Lebens, unaufschiebbare behördliche oder gerichtliche Termine, Abwendung einer unmittelbaren Gefahr für Leib, Leben und Eigentum, berufliche Zwecke sowie Individualsport oder Spaziergänge.

Die verschärften Lockdown-Regelungen gelten bis einschließlich 6. Dezember – die Ausgangssperre vorerst bis zum 26. November, da sie nur jeweils für zehn Tage beschlossen werden kann.

Für Reisende bedeuten diese Maßnahmen jedoch, dass ein Urlaub so gut wie unmöglich ist. Zwar gibt es kein offizielles Verbot für Tagesausflüge über die Grenze, doch die Ausgangssperre und Schließung von jeglichen Einrichtungen, die der Freizeitgestaltung dienen, machen eine Reise so gut wie unmöglich und auch nicht empfehlenswert. Auch die Ski-Saison dürfte sich aufgrund der verschärften Regelungen auf einen Termin nach dem 6. Dezember verschieben.

Österreich verlängert den Lockdown: Es drohen weitere verschärfte Maßnahmen

Update vom 12. November 2020: Der „Lockdown light“, der in Österreich bis zum 30. November gilt, macht Urlaub so gut wie unmöglich. Beherbergungsbetriebe müssen für Touristen geschlossen bleiben, ebenso alle Bars, Restaurants und Kneipen. Nur eine Abholung von Speisen ist möglich.

Eine zusätzliche Maßnahme – nämlich die Ausgangssperre von 20 Uhr bis 6 Uhr – sollte nur bis zum 12. November gelten. Jetzt hat jedoch der Hauptausschuss des Nationalrates einer Verlängerung der Ausgangssperren bis zum 22. November zugestimmt. Eine Ausgangsbeschränkung kann in Österreich immer nur für jeweils zehn Tage beschlossen werden. Nur aus fünf Gründen darf während der Ausgangssperre die Wohnung verlassen werden: Die Abwehr von Gefahr für Leib, Leben und Eigentum, aus beruflichen Gründen, die Deckung der notwendigen Grundbedürfnisse, die Betreuung und Pflege Hilfsbedürftiger und für Sport oder Spaziergänge im Freien.

Die Verlängerung der Ausgangssperre hängt mit den Corona-Fallzahlen in Österreich zusammen. Obwohl verschärfte Maßnahmen schon seit dem 3. November gelten, sind die Infektionen nicht merklich gesunken. Alleine am Mittwoch wurden laut dem Portal heute.at 7.514 neue Corona-Fälle gezählt. Darum wird bereits über noch schärfere Maßnahmen spekuliert, welche die österreichische Regierung anordnen könnte und die selbst Tagesausflüge nach Österreich extrem erschweren dürften: In etwa die Schließung des Einzelhandels und der Schulen sowie verschärfte Grenzkontrollen. Ob es allerdings tatsächlich so weit kommt, dürfte sich in den nächsten Tagen entscheiden.

Österreich im Lockdown: Welche Regeln aktuell für Reisende gelten

Originalmeldung vom 3. November: Österreich hat – wie Deutschland – mit massiv steigenden Corona-Zahlen zu kämpfen. Darum gelten seit dem 3. November verschärfte Corona-Maßnahmen – auch hier ist der Tourismus wieder stark eingeschränkt. Der Lockdown macht Urlaub in Österreich praktisch unmöglich.

Lockdown in Österreich: Touristen sind in Herbergen nicht erlaubt

Seit dem 2. November gilt in Deutschland der „Lockdown light“*. Zahlreiche Freizeitangebote, Gastronomien und Hotelunterkünfte müssen geschlossen bleiben. Touristische Übernachtungsangebote sind für die Dauer von vier Wochen verboten. An diesen Regelungen hat sich nun auch Österreich orientiert. Bedeutet: Hotels und Beherbergungsbetriebe sind geschlossen, nur Geschäftsreisende dürfen aufgenommen werden. Das macht geplante Reisen ins Nachbarland geradezu unmöglich. Wer trotzdem Bekannte in Österreich besuchen oder ohne Übernachtung einen Tag dort verbringen möchte, kann dies theoretisch tun, da die Grenzen weiterhin geöffnet sind.

Allerdings schränken die verschärften Maßnahmen die Möglichkeiten enorm ein. Folgende Regelungen gelten seit dem 3. November in Österreich:

  • Hotels und Beherbergungsbetriebe sind für Touristen geschlossen.
  • Gastronomiebetriebe sind geschlossen – die Abholung von Speisen ist im Zeitraum von 6 bis 20 Uhr möglich.
  • Kneipen, Bars und Nachtlokale sind geschlossen.
  • Veranstaltungen, wie kulturelle Veranstaltungen, Sportveranstaltungen, Hochzeitsfeiern, Geburtstagsfeiern oder Weihnachtsmärkte, sind untersagt.
  • Maximal sechs Personen (+ sechs Kinder) aus zwei Haushalten dürfen sich im öffentlichen Raum treffen.
  • Ausgangsperre nachts zwischen 20 und 6 Uhr.

Die Ausgangsbeschränkung in Österreich gilt vorerst bis einschließlich 12. November – die übrigen Maßnahmen bis zum 30. November.

Auch interessant: Urlaubsflaute im Corona-Jahr: Darauf kommt es jetzt beim Frühbuchen 2021 an.

Österreich-Urlaub trotz Corona: Diese Regelungen gelten bei der Rückreise

Aktuell gilt eine Reisewarnung für Österreich vonseiten des Auswärtigen Amts – ausgenommen der Gemeinde Jungholz in Tirol und der Gemeinde Kleinwalsertal / Mittelberg in Vorarlberg. Bei der Rückreise nach Deutschland aus einem Corona-Risikogebiet müssen Sie sich deshalb an die aktuellen Quarantäne-Maßnahmen halten. Bis zum 8. November lauten diese folgendermaßen: Sie müssen sich maximal 48 Stunden vor der Einreise nach Deutschland oder maximal 72 Stunden danach auf das Coronavirus testen lassen. Bis zum Vorliegen eines negativen Testergebnisses gilt eine 14-tägige Quarantäne.

Ab dem 8. November gelten dann neue Regelungen: Bei der Rückreise aus einem Risikogebiet müssen Sie für zehn Tage in Quarantäne. Diese kann nur durch die Vorlage eines negativen Corona-Tests verkürzt werden, der frühestens fünf Tage nach der Einreise gemacht wurde.

Kann ich meinen Österreich-Urlaub kostenfrei stornieren?

Wie der ADAC informiert, ist für eine kostenlose Stornierung wichtig, dass die Anreise oder Durchführung der Reise „durch außergewöhnliche Umstände am Urlaubsort erheblich beeinträchtigt“ ist. Eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts ist ein starkes Indiz dafür, dass Sie Ihren Urlaub in Österreich kostenfrei stornieren können – insbesondere bei Pauschalreisen. Weisen Sie auf diesen Umstand hin, wenn Sie Ihren Urlaub absagen. *Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

Lesen Sie auch: Urlaubsverbot in Deutschland: Alles zu Stornierungen, Tagesausflügen und Auslandsreisen.

Diese Fehler bei der Reiserücktrittsversicherung sollten Sie dringend vermeiden

Reiserecht: 20 Gründe für den Rücktritt
1. Tod oder unerwartete, schwere Erkrankung der versicherten Person oder einer Risikoperson (z.B. Angehörige oder Mitreisende). © dpa
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2. Unerwartete Impfunverträglichkeit. © dpa
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3. Schwangerschaft der versicherten Person oder einer Risikoperson. © dpa
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4. Erheblicher Schaden am Eigentum durch Feuer, ein Elementarereignis oder die Straftat eines Dritten (z.B. Einbruch). © dpa
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5. Verlust des Arbeitsplatzes aufgrund einer unerwarteten betriebsbedingten Kündigung durch den Arbeitgeber. © dpa
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6. Konjunkturbedingte Kurzarbeit über einen bestimmten Zeitraum mit Reduzierung des Bruttoeinkommens (mindestens 35 Prozent). © dpa
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7. Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses, falls die Person bei Reisebuchung arbeitslos war und das Arbeitsamt der Reise zugestimmt hatte. © dpa
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8. Arbeitsplatzwechsel, vorausgesetzt die Reise wurde vor Kenntnis des Wechsels gebucht und die Probezeit fällt in den Reisezeitraum. © dpa
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9. Wiederholung von nicht bestandenen Prüfungen an einer Schule oder Universität. © dpa
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10. Nichtversetzung eines Schülers (z.T. mit der Einschränkung: falls es sich um eine Schul- oder Klassenfahrt handelt). © dpa
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11. Bruch von Prothesen oder unerwartete Lockerung von Implantaten. © dpa
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12. Trennung (Nachweis der Ummelde-Bescheinigung) oder Einreichung der Scheidungsklage. © dpa
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13. Unerwartete gerichtliche Ladung, sofern das Gericht einer Verscheibung des Termins nicht zustimmt. © dpa
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14. Unerwartete schwere Erkrankung, schwerer Unfall oder Impfunverträglichkeit eines zur Reise angemeldeten Hundes. © dpa
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15. Einladung als Trauzeuge zu einer Hochzeit, wenn der Termin in der Zeit des lange vorausgeplanten Urlaubs liegt. © dpa
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16. Ausfall der Urlaubsvertretung eines Selbständigen, z.B. wegen Krankheit. © dpa
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17. Überraschende Qualifikation einer Sportmannschaft für das Bundesfinale, bei der die Teilnahme der Person (des Kindes) unverzichtbar ist. © dpa
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18. Unerwartete Verlegung eines Fußballderbys auf den Urlaubsbeginn des Dauerkartenbesitzers. © dpa
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19. Notwendiger Beistand einer schwer erkrankten Freundin bei einer unvorhersehbaren Verschlechterung der Krankheit. Hier ist eine Nennung von Zeugen notwendig, die das innige Freundschaftsverhältnis bestätigen. © dpa
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20. Unerwarteter Termin zur Spende von Organen oder Geweben (z.B. Knochenmark). © dpa

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