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134 Flüge und fast 2.000 Tonnen CO₂ pro Jahr: Elon Musk ist der Privatjet-König

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Von: Jasmin Farah

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Ein Teenager twittert die Aktivitäten des Privatjets von Elon Musk. Der nimmt es wohl mit dem Klimaschutz nicht so genau: Er hat 2022 134 Flüge absolviert – der kürzeste hat nur sechs Minuten gedauert.

Elon Musk (51) ist ein viel beschäftigter Mann. Dass er für Business-Meetings und Co. oft quer durch die Weltgeschichte jetten muss, ist daher selbstverständlich. Einige Jahre ist es nun her, da hat sich ein junger Student namens Jack Sweeney etwas ganz Besonderes einfallen lassen: Er trackt mithilfe eines Bots, also einem automatisch laufenden Programm, die Flüge von Tesla-Chef Elon Musk. Auf Twitter veröffentlicht er seitdem regelmäßig, wann und wo dessen Privatjet genau landet.

Elon Musk ist der Vielflieger-König – ein Flug hat nur sechs Minuten gedauert

Elon Musk macht eine abwägende Geste. (Symbolbild)
Elon Musk fliegt meist im Privatjet – da kommen einige Flugmeilen und auch Emissionen zusammen. © Britta Pedersen/dpa

Obwohl der reichste Mann der Welt Sweeney aus Sicherheitsgründen schon mehrmals gebeten hat, damit aufzuhören und sogar nach der Übernahme von Twitter seinen Account gesperrt hat, macht dieser weiter. Er höre nur auf, hat er damals verlauten lassen, wenn er sehr viel Geld sowie eine Praktikumsstelle erhält. Das ist offenbar nicht geschehen. Fashion-Mogul Bernard Arnault soll sogar seinen Privatjet verkaufen wollen, weil ihn Leute tracken.

Denn der junge Mann hat einfach einen neuen Account erstellt, auf @ElonJetNextDay postet er nun dieselben Daten, allerdings mit einer 24-stündigen Verzögerung. Wer diesen verfolgt, stellt offenbar schnell fest: Elon Musk macht sich wohl nichts aus dem Klimawandel. Das gilt offenbar auch für Herzogin Meghan und Prinz Harry, die ständig mit dem Privatjet fliegen.

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Allein in 2022 hat er 134 Flüge absolviert, dabei ist es allerdings nicht klar, ob der 51-Jährige jedes Mal an Bord war. Der kürzeste Flug soll demnach gerade mal sechs Minuten gedauert haben, allerdings könnte es genauso gut sein, dass der Pilot das Flugzeug nur neu positioniert hat. Auch Großbritanniens Premierminister hat kürzlich mit einem Kurzstreckenflug empört.

Privatjet und Klimawandel: Fast 2.000 Tonnen CO₂ in die Luft geschleudert

Laut Tracking hat der Privatjet Trips nach Brasilien, Frankreich, Italien, Griechenland, Norwegen, Deutschland, Großbritannien sowie nach Katar unternommen. Dort hat der Tesla-Chef wohl im Dezember letzten Jahres die dort stattfindende Fußball-WM besucht. Musks Vielfliegerei hat seinen Preis – auch für die Umwelt.

Demnach sollen die 134 Flüge mit dem Privatjet insgesamt fast 2.000 Tonnen CO₂ produziert haben, die Kosten inklusive des Treibstoffs sollen sich auf über sage und schreibe 1,1 Millionen Dollar (etwa eine Million Euro) belaufen. Allerdings will sich Musk zu diesen pikanten Enthüllungen bis dato nicht äußern.

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