Unterwegs in den Südstaaten

Georgias Filmorten auf der Spur

In Senoia, etwas außerhalb von Atlanta, wurden Szenen für die Zombie--Serie "The Walking Dead" gedreht. Foto: Heike Schmidt Windhoff/dpa-tmn
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In Senoia, etwas außerhalb von Atlanta, wurden Szenen für die Zombie--Serie "The Walking Dead" gedreht. Foto: Heike Schmidt Windhoff/dpa-tmn
Hier tobten in der Serie die Zombies: unterwegs auf der Walking Dead Tour. Foto: Heike Schmidt Windhoff/dpa-tmn
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Hier tobten in der Serie die Zombies: unterwegs auf der Walking Dead Tour. Foto: Heike Schmidt Windhoff/dpa-tmn
Sightseeing in Atlanta: das CNN-Hauptquartier mit der freitragenden Rolltreppe. Foto: Heike Schmidt Windhoff/dpa-tmn
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Sightseeing in Atlanta: das CNN-Hauptquartier mit der freitragenden Rolltreppe. Foto: Heike Schmidt Windhoff/dpa-tmn
Bekannt aus der Kultserie "Stranger Things": Hopper&#39s Cabin. Foto: Heike Schmidt Windhoff/dpa-tmn
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Bekannt aus der Kultserie "Stranger Things": Hopper's Cabin. Foto: Heike Schmidt Windhoff/dpa-tmn
Leckerbissen mit Geschichte: Die "Fried Green Tomatoes" aus dem gleichnamigen Film gibt es im Whistle Stop Café noch immer. Foto: Heike Schmidt Windhoff/dpa-tmn
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Leckerbissen mit Geschichte: Die "Fried Green Tomatoes" aus dem gleichnamigen Film gibt es im Whistle Stop Café noch immer. Foto: Heike Schmidt Windhoff/dpa-tmn
Stop auf der Filmtour: das Whistle Stop Café aus dem Film "Grüne Tomaten". Foto: Heike Schmidt Windhoff/dpa-tmn
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Stop auf der Filmtour: das Whistle Stop Café aus dem Film "Grüne Tomaten". Foto: Heike Schmidt Windhoff/dpa-tmn
Das Geburtshaus von Martin Luther King Jr. gehört auf einer Sightseeing-Tour durch Atlanta mit dazu. Foto: James Duckworth/Atlanta CVB/dpa-tmn
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Das Geburtshaus von Martin Luther King Jr. gehört auf einer Sightseeing-Tour durch Atlanta mit dazu. Foto: James Duckworth/Atlanta CVB/dpa-tmn
Zombie-Apokalypse: Über die Jackson Street Bridge ritt Rick Grimes in "The Walking Dead" gen Atlanta. Foto: Anja Höbler/dpa-tmn
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Zombie-Apokalypse: Über die Jackson Street Bridge ritt Rick Grimes in "The Walking Dead" gen Atlanta. Foto: Anja Höbler/dpa-tmn

Atlanta macht Hollywood Konkurrenz: Der Südstaat Georgia ist ein perfektes Ziel für Filmtouristen. Auf einer Tour zu berühmten Drehorten verschwimmen manchmal Fiktion und Realität.

Atlanta (dpa/tmn) - Auf diesen knarrenden Stufen hat Polizeichef Jim Hopper gestanden. Robyn Stankiewicz wirkt ergriffen. Noch nie war sie ihrem Filmhelden aus der US-amerikanischen Netflix-Serie "Stranger Things" näher als hier.

Auf der modrigen Veranda der kleinen Holzhütte. Beinahe ein Rendezvous - wären da nicht die anderen Fans. Von Bäumen dicht umringt steht "Hopper's Cabin" auf dem Gelände der Sleepy Hollow Farm in Powder Springs, eine halbe Autostunde von Georgias Hauptstadt Atlanta entfernt. Die schlichte Bretterbude ist nicht nur ein Originalschauplatz aus der Kultserie, sondern Pilgerstätte für eingeschworene Filmtouristen wie Stankiewicz.

Spätestens seit Neuseelands umtriebiger Selbstvermarktung als Heimat von Mittelerde ist das sogenannte Set-Jetting ein internationales Reisephänomen. Tausende aus aller Welt treten in die Fußstapfen der Hobbits aus der monumentalen Tolkien-Verfilmung "Herr der Ringe".

Von "Walking Dead" bis "Forrest Gump"

Dagegen ist der US-Bundesstaat Georgia für Filmtouristen fast noch ein Geheimtipp. Filmschauplätze gibt es hier an jeder Ecke. In Covington wurden 171 Folgen der Teenie-Grusel-Soap "Vampire Diaries" abgedreht. In der dritten Staffel überrannten "The Walking Dead" das Städtchen Senoia als Kulisse für ihre Festung Woodbury.

Von einer Bank auf Savannahs Chippewa Square erzählte Oscar-Gewinner Tom Hanks die Abenteuer von "Forrest Gump". Als Rettungsschwimmer patrouillierte Dwayne Johnson in der Neuauflage von "Baywatch" die weiβen Atlantik-Strände von Tybee Island entlang. Reese Witherspoons "Sweet Home Alabama" spielte 2002 tatsächlich in Nordwest-Georgia.

Das Zentrum der lokalen Film- und Fernsehindustrie bleibt der Großraum Atlanta. Ein gutes Dutzend kleiner und groβer Studios sind hier angesiedelt. In den Pinewood Atlanta Studios etwa retten Marvels Superhelden schon seit 2014 regelmäßig fantastische Kinowelten.

Wie der Film-Tourismus in Georgia begann

Motiviert durch den Zufallserfolg eines heimischen Low-Budget Films witterte der damalige Gouverneur Jimmy Carter in den 70ern das große Geschäft. Sein Heimatstaat, so schwärmte der spätere Präsident damals bei den Hollywood-Bossen, sei viel billiger und viel authentischer als künstliche Außenkulissen. Carter überzeugte die Filmemacher.

Seit 2002 kurbeln satte Steuervorteile das lokale Filmbusiness weiter an. Darum macht Underdog Georgia den Alphas heute überraschende Konkurrenz. 399 Kino-und Fernsehfilme wurden hier 2019 hergestellt. Noch liegt Kalifornien als Zentrum der amerikanischen Kinoindustrie allerdings vorne, dicht gefolgt von New York.

Die Tourbusse starten wieder. Die "Stranger-Things"-Route führt weiter durch Atlantas Peripherie, zeigt dabei Ausschnitte auf dem Bordbildschirm und legt Zwischenstopps ein: Am "Hawkins Community Pool", der Polizeistation und der leerstehenden Spielothek "Palace Arcade". Die karierten Gardinen aus dem Bühnenbild hängen immer noch in Tiffany's Kitchen alias "Benny's Burger".

Einige Film-Routen führen auch an den bekannten Sehenswürdigkeiten vorbei. Beispiele sind das Geburtshaus und die Grabstätte von Martin Luther King, der Olympiapark von 1996 mit seinen Wasserfontänen, das Capitol und das Coca Cola Museum.

Der Höhepunkt der Rundfahrt ist wohl die Aussicht von der Jackson-Street-Brücke. Aus dieser Perspektive sahen die Zuschauer Rick Grimes im Pilotfilm zu "The Walking Dead" auf dem menschenleeren Highway gen Atlantas Skyline reiten. An solchen realen Kulissen oder Hoppers Holzhütte verschmelzen Fantasie und Realität.

© dpa-infocom, dpa:200701-99-636775/4

Verzeichnis aller in Georgia produzierten Filme und Serien

Tourismus-Webseite von Georgia

Filmkulissen in Georgia

Anreise und Formalitäten: Von Deutschland aus gibt es normalerweise verschiedene direkte Flugverbindungen nach Atlanta – wegen Corona genau prüfen, welche Fluggesellschaft ab wann definitiv fliegt. Deutsche Urlauber brauchen kein Visum für die USA, müssen unter https://esta.cbp.dhs.gov aber eine elektronische Einreiseerlaubnis einholen. Sie kostet 14 US-Dollar und gilt zwei Jahre.

Klima und Reisezeit: Die Sommer sind subtropisch-feucht, lang und heiß, die Winter kurz und mild. Reisen sind ganzjährig möglich.

Informationen: Georgia Tourism c/o LMG Management GmbH, Bavariaring 38, 80336 München (Tel.: 089/45 21 86 -26, www.georgia-usa.de).

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